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Gebrauchtkaufberatung BMW R 1100 S

Der Top-Zwitter

Supersportler zu unbequem? Tourer zu langweilig? Für solche Fälle schuf BMW 1998 die R 1100 S – quasi die Sportbeilage zum Boxer-Programm. Üppiges Gebrauchtangebot, oft mit geringer Laufleistung.

Die BMW R 1100 S bildet die Supersportabteilung der Marke
Handlich wie kein anderer Vierventil-Boxer: die BMW R 1100 S, hier in der dynamischen und besonders attraktiven Mehrfarblackierung des Jahrgangs 2000.

Heute Sport, morgen auf Tour – nur wenige Maschinen schaffen diesen Spagat, ohne dem Fahrer handfeste Kompromisse abzuverlangen. Eine davon ist die 1998 vorgestellte R 1100 S, die bei sportlichen Kilometerfressern glänzend ankam. Sportler wie Touristen erfreut das handliche Fahrwerk, die guten Bremsen und der Druck des drehfreudigen Vierventilers. Auch die Federelemente werden im Großen und Ganzen allen Fahrweisen gerecht. Die Sitzhaltung passt Kleinen wie Großen, und Kurzbeinige fassen dank moderater Sitzhöhe Vertrauen zu der 229 kg schweren BMW.

Mit dem auch aus anderen Boxer-Modellen bekannten Konstantfahrruckeln im Teillastbereich muss man leben, wobei dies nicht bei jedem Modell gleich stark auftritt. Nervt die Maschine damit, kann es an schlecht synchronisierten Drosselklappen liegen – prüfen, ob die letzte Wartung (alle 10.000 km) eingehalten wurde. Im oberen Drehzahlbereich produziert der Boxer zudem Vibrationen, die auf Langstrecken nerven können.

Der Motor der 1100 S hat sich als robust bewährt, braucht aber viel Öl

 

Die BMW R 1100 S hat Soziusqualitäten
Unter der zierlichen Sitzbankabdeckung verbirgt der Sporttourer einen brauchbaren Soziusplatz.

Punkte macht die R 1100 S mit dem pflege­leichten Kardan, mit hoher Zuladekapazität, brauchbarem Soziusplatz und mit solider Reichweite. Das Gros der Maschinen wird mit Extras wie ABS, Heizgriffen und Soziusabdeckung offeriert, ab und an auch mit Hauptständer, der bei heftiger Schräglage allerdings aufsetzt. Modelle ab 2001 besitzen die Evo-Bremse am Vorderrad (höhere Bremsleistung, reduzierter Kraftaufwand), die mit dem Teilintegral-ABS kombiniert werden konnte.

Für Exemplare vor Frühjahr 2001 gilt: Belege aller Werkstattaufenthalte vorlegen lassen. Hintergrund: mehrere Rückrufe. Im August 1999 ging es um die Schaltgestänge-Verschraubung, im Herbst 2000 um die Befestigung des optionalen höheren Lenkers. Anfang 2001 gab’s ein kostenloses Software-Update wegen schlechter CO-Werte; im Juli 2001 wurden alle bis April 1999 verkauften R 1100 S zurückgerufen, um den rechts zum Einspritzventil führenden Benzinschlauch (Scheuergefahr) zu überprüfen.

Der Sport-Boxer hat sich als relativ robus­tes Triebwerk bewährt, verbraucht aber relativ viel Öl, dessen Stand oft kontrolliert werden muss. Zu prüfen sind Ventildeckeldichtungen und Peripherie des Hinterradantriebs auf Ölnebel, die Bremsscheiben (Verzug, Riefen) und die Funktion der Kupplung. Eine feuchte Kardanmanschette weist auf einen defekten Dichtring am Getriebeausgang hin, durch den dann Öl in den Kardantunnel gelangt.

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BMW R 1100 S

Zahlen, Fakten, Plus & Minus

 

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