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Gebrauchtkaufberatung BMW R 1150 GS

Aus guter Familie

Eine äußerst komfortable Reise-Enduro aus der GS-Familie. Die zweite Generation von BMWs Vierventiler-GS fühlt sich auf allen Straßen wohl, baggert sich dank bulligem Motor aber auch durch grobes Geröll.

Die BMW 1150 GS gilt vielen als die schönste GS.
Die R 1150 GS löste 1999 die beliebte Vorgängerin R 1100 GS ab. Sie ist eine auf jedem Terrain trittsichere Reise-Enduro und als Gebrauchte dementsprechend gefragt.

Schon die »alte« Vierventil-GS von 1994, die BMW R 1100 GS, war ein mit allen Wassern gewaschenes Reise- und Allroundmotorrad, doch ihre im Herbst 1999 angetretene Nachfolgerin setzte noch eins drauf: Ein Quäntchen mehr Hubraum, fünf PS mehr Leistung (85), mehr Drehmoment und ein neues Sechsganggetriebe, dessen letzter Gang als drehzahlsenkender Overdrive ausgelegt ist und beim Spritsparen hilft.

Hubraumzuwachs und Leistungssteigerung machen sich vor allem im mittleren Drehzahlbereich bemerkbar, wo die 1150er ein sehr breites Drehmomentplateau von 90 Nm und mehr bietet; eine Charakteristik, die den bulligen Charakter des mächtigen Boxers unterstreicht und schaltfaule Fahrweise auch bei sehr niedriger Drehzahl zulässt.

Die handliche GS läuft bis zur Höchstgeschwindigkeit stabil

Die BMW R 1150 GS ist in der Sitzhöhe variabel.
Die mächtige GS bietet variable Sitzhöhe, einen reaktionsarmen Kardan und je nach Ausstattung auch ABS.

An den gewohnten Qualitäten der Reise-Enduro hat sich nichts geändert: Die handliche GS ist bis zur Höchstgeschwindigkeit unerschütterlich stabil, dazu gut ausbalanciert und trotz ihrer mehr als fünf Zentner auch im Stadtverkehr gut zu dirigieren. Mittelgroße Fahrer profitieren von der variablen Sitzbankhöhe, für Kurzbeinige ist die breite, hohe Bank allerdings respekteinflößend. Res­pektabel niedrig ist der Spritverbrauch, der auch bei hohem Tempo nur selten über sechs Liter steigt. Öl nippt der Boxer ebenfalls – ein für dieses Motorkonzept völlig normales Verhalten. Der Pegel ist in kurzen Intervallen zu checken. Die GS muss alle 10.000 km in die Werkstatt, wobei je 2,3 bis 3,3 Stunden Arbeitszeit anfallen.

Das lästige, bei den Vierventilboxern dieser Epoche teils sehr ausgeprägte Konstantfahrruckeln, verursacht durch magere Abstimmung in Kombination mit großen Einzelhubräumen, ist bei der R 1150 GS weit weniger dominant und bei manchen Exemplaren überhaupt nicht vorhanden. Sollte die besichtigte GS damit nerven, liegt’s möglicherweise an schlecht synchronisierten Drosselklappen. Endgültig aus der Welt war das Geruckel dann ab Modelljahr 2003 mit Einführung der Doppelzündung.

Für diesen Jahrgang gab es Ende 2003 einen Rückruf wegen möglicher Zündaussetzer (besichtigte Maschine dahingehend checken!), verursacht durch falsch verlegte Kabel der Nebenkerze. Außerdem prüfen: Zustand Felgen/Speichen, Krümmer-Interferenzrohr und Motorschutz auf (Gelände-) Schäden durch Aufsetzer/Steinschlag, Zylinder, Getriebeausgang und Hinterradgehäuse auf Ölaustritt.

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BMW R 1150 GS

Zahlen, Fakten, Plus & Minus

 

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