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Gebrauchtkaufberatung Honda XL 1000 V Varadero

Der Edelstoller

Die Varadero ist der ultimative Luxusdampfer unter den Reise-Enduros – erste Wahl für Kilometerfresser, die komfortabel reisen möchten. Trotz viel Masse und Gewicht lässt sie sich leicht durch Kurven scheuchen.

Die Honda Varadero bietet reichlich Platz für Touren zu zweit.
Wer völlig entspannt und komfortabel zu zweit auf Tour gehen will, ist mit der Varadero bes­tens bedient. Modelle ab 2003 bieten Einspritzung und akzeptablen Verbrauch.

Die Fans der Africa Twin waren enttäuscht, die Freunde dicker Reise-Sofas dagegen begeistert: Hondas neue Reise-Enduro namens Varadero entpuppte sich 1999 nicht als »getunte Twin«, sondern als hochbeiniger Power-Tourer. Eine Kampfansage an die BMW GS, die die Honda in punkto Leistung und Komfort unbedingt abbügeln wollte. Langstreckentauglich ist diese erste, bis 2002 gebaute Generation allemal, und über Durchzugskraft und Fahrleistungen des aus der VTR 1000 F implantierten V2-Motors hat sich auch noch niemand beklagt.

Über den hohen Verbrauch schon, denn das Vergaser-Aggregat gilt als Spritvernichter; unter sieben Liter geht auf der Landstraße fast nichts und bei hohem Dauertempo rauschen auch schon mal zehn Liter durch. Das änderte sich erst 2003 mit der Umstellung auf Benzineinspritzung, doch zuvor gab es noch einige sinnvolle Updates fürs Fahrwerk. 2001 erhielt die Varadero ein geändertes Kolbenventil für die Hinterradaufhängung und ein Gabel-Setup, mit dem Ergebnis, dass die Federelemente auch im Zweipersonen-Betrieb deutlich besser dämpfen.

Über die Durchzugskraft des 1000er V2 hat sich noch niemand beklagt

Honda XL 1000 V Varadero der ersten Generation von 1999.
Die erste Generation (hier Jg. 1999) wirkt pummeliger, ist aber 9 kg leichter als ihre Nachfolger.

Zusammen mit der Einspritzanlage spendierte Honda auch eine schlankere Verkleidung mit einstellbarer Scheibe, einen sechsten Gang, einen klappbaren Tankdeckel, ein neues Cockpit und eine noch bequemere Sitzbank. Außerdem wurde das Fahrwerk straffer abgestimmt und der Federweg von 175 auf 155 mm (vorn) bzw. von 155 auf 145 mm reduziert, wodurch der Komfort früherer Jahre ein wenig auf der Strecke bleibt. Seit 2004 gibt es die Varadero optional auch mit ABS und Verbundbremssystem.

In Sachen Wartung bewegt sich der V2-Dampfer auf üblichem Honda-Niveau: Ölwechsel alle 12.000 km, Ventilkontrolle nach der doppelten Distanz. Der Motor gehört zu den zuverlässigsten auf dem Markt, hohe Laufleistung muss also nicht schrecken.

Bei einem Exemplar von 1999/2000 sollte man sich den Nachrüst-Hauptständer genau ansehen (setzt früh auf), den Honda bei Beschwerden damals gratis gegen ein modifiziertes Teil tauschte. Die Baujahre 1999 bis 2002 besaßen einen kippeligen Seitenständer, eine solche Maschine ist auf Schäden durch Umfaller zu checken. Bruchgefährdet ist bei Bodenkontakt die Verkleidung, unter Umständen auch der Kühler. Rost findet sich an einem halbwegs gepflegten Exemplar kaum, dafür anfällig sind bei Schlechtwetterbetrieb allenfalls das Rahmenheck und die unteren Falze des Tanks.

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Honda XL 1000 V Varadero

Zahlen, Fakten, Plus & Minus

 

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