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Gebrauchtkaufberatung Kawasaki ZZ-R 600

Leistungsstarker Komfortsportler

Einst mit Alu-Rahmen und 98 PS ein Star in der 600er-Supersport-Riege, ist die Kawasaki heute eine interessante Offerte für diejenigen, die einen preisgünstigen, leistungsstarken Komfortsportler suchen.

Die Kawasaki ZZ-R ist zum Tourensportler gereift.
Beim Debüt noch als Supersportler angetreten, ist die ZZ-R 600 über die Jahre zum Tourensportler gereift. Bei einem Exemplar aus 2002 ist man mit rund 4000 Euro dabei.

Die ZZ-R 600 war ein Knaller, damals, bei ihrem Debüt im Jahre 1990 – die erste 600er mit Alu-Rahmen und auch die erste ihrer Hubraumklasse mit 98 PS. Kawasaki propagierte sie als einen Supersportler, der so komfortabel sei, dass man mit ihm ermüdungsfrei auch große Touren abspulen könne. Tatsächlich war diese erste, 222 kg schwere Generation nicht so überragend handlich, wie man das von einem 600er-Supersportler eigentlich erwartete, und der »touristischen« Nutzung widersprachen die schlecht ansprechenden Federelemente und auch der wenig soziustaugliche Rücksitz.

Dennoch sind selbst frühe Jahrgänge sowohl für Supersport-Freaks als auch für Langstreckenfahrer ein Tipp; für erstere, weil das leichte Handling-Defizit nur im direkten Vergleich mit Konkurrenzmodellen auffällt, und für die sportlich orientierten Kilometerfresser, weil sich das Fahrwerk mit Zubehörkomponenten leicht optimieren lässt. Wer diesen Aufwand scheut, sollte nach einem Exemplar von 1995 (oder jünger) suchen, denn ab diesem Baujahr gibt sich die Kawa mit modifiziertem Federbein und einer in Federbasis und Zugstufendämpfung einstellbaren Gabel deutlich komfortabler.

Die ZZ-R war die erste ihrer Klasse mit 98 PS Leistung

Die Kawasaki ZZ-R 600 des Jahrgangs 1995.
Ab 1993 hat die ZZ-R ein Ram-Air-System, seit 1995 eine in Federbasis/Zugstufe einstellbare Gabel.

Weitere Modellpflegestationen: 1993 Feinarbeit am Motor, mehr Drehmoment im mittleren Drehzahlbereich, Ram-Air-Staudrucksystem, stabilerer Rahmen, verkürzter Radstand, stärkere Bremsscheiben vorn, breitere Felgen; 1995 größere Schalldämpfer, anderes Bremsscheibenmaterial; 1997 geänderte Vergaserabstimmung, neue Zündbox; 2003 neue Schalldämpfer mit Röhrenkat, überarbeitete Vorderradbremse; 2004 ungeregelter Waben-Kat.

Alle Varianten sind nicht sonderlich sparsam im Verbrauch, lassen sich in der Warmlaufphase schlecht per Choke regeln und zeigen je nach Abnutzungsgrad der Ruckdämpfer (mehrfach geändertes Material) mehr oder minder deutliche Lastwechselreaktionen. Der drehfreudige, kräftige Motor gilt als standfest und kann sogar auf 34 PS gedrosselt werden.

Beim Typ ZX600E (vor 1995) ist zu prüfen, ob seinerzeit die wegen fehlerhafter Schweißnähte bruchgefährdete Hinterradschwinge ausgetauscht wurde (Rückruf Januar 1995). Außerdem checken: Auspuffkrümmer – bei frühen Jahrgängen stark rostanfällig –, Verkleidung auf Risse rund um die Halterungen, Kupplungsfunktion, Rad-, Lenkkopf- und Schwingenlager.

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Kawasaki ZZ-R 600

Zahlen, Fakten, Plus & Minus

 

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