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Motorrad-Gepäcklösungen

Mit Sack und Pack

Die Urlaubstour steht an und damit auch die alles entscheidende Frage: Was bringe ich wie und wo unter? Wir zeigen alle Stauraum-Möglichkeiten auf, die der Zubehörmarkt bietet, checken spezifische Vor- und Nachteile ab und geben Tipps fürs Packen.

Text: Dieter Höner, Fotos: Archiv, D. Höner, Held

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Gespann plus Hänger bieten Stauraum im Überfluss, doch das ist die Ausnahme. »Otto Normalfahrer« dagegen muss sich wie jedes Jahr als Verpackungskünstler beweisen – und freut sich schließlich, dass Übung irgendwann den Meister macht.

Zuladung im Blick behalten

Beim Beladen der Maschine sollte man die zulässige Höchstzuladung nicht aus den Augen verlieren, erst recht, wenn man mit Beifahrer unterwegs ist. Oft wird das Eigengewicht von Koffern, Topcase und Tankrucksack unterschätzt, ganz abgesehen von nachträglich montiertem Zubehör an der Maschine, das schon in unbe­ladenem Zustand einen Teil der Zuladereserve auffrisst.

Dazu ein Beispiel: Die Suzuki DL 650 V-Strom bietet stattliche 207 kg Zuladekapazität – mehr als genug für zwei Personen plus Gepäck, sollte man meinen. Wird jedoch typisches Touren-Equip­ment verbaut, reduziert sich dieser Wert nachhaltig, etwa durch Hauptständer (SW-Motech: 2,8 kg), Schutzbügel (Suzuki, 2,4 kg), Motorschutz (Suzuki, 2,0 kg), Koffersystem inkl. Träger (Suzuki, 14,2 kg). Macht zusammen 21,4 kg Zubehör – und unterm Strich noch 185,6 kg Zulade-Spielraum.

Irgendwas geht immer

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Unter dem Soziussitz verschraub­­te, ausklappbare Gurtschlaufen. Hier zu sehen als Serienausstattung (!) an einer Yamaha FZ1.

Wenn sich einmal ganz spontan die Möglichkeit für einen Kurzurlaub ergibt, die Maschine aber weder über Gepäckträger noch Koffer verfügt und auch keine vernünftigen Abspannpunkte zur Montage von Gepäckrolle oder Satteltaschen aufweist, kann die Not erfinderisch machen, wie die Bilder zeigen.

Die Zurrschlaufen unter der Sitzbank ermöglichen das Verankern einer dicken Gepäckrolle direkt auf dem Sitz, die »hölzerne« Gepäckbrücke an einer Supermoto diente als Plattform für eine komplette Campingausrüstung und dürfte locker eine Saison lang halten.

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Stabile Gepäckbrücke aus Besenstiel und Kabelbindern, entdeckt an einer KTM 990 SM.

Koffer – die Krone der Schöpfung?

Wie lange gibt’s nun schon Kunststoff-Koffer für Motorräder? Gefühlte 30 Jahre? So lange jedenfalls ist es her, dass ich zum ersten Mal Krauser-Koffer, Modell »Starlet«, an meine mühsam zusammengesparte Yamaha XS 360 montierte. 1979 – nein; tatsächlich gibt es solche Koffer schon mindestens 40 Jahre, wenn nicht länger.

Was hat sich an Motorradkoffern seitdem verändert, optisch wie konzeptionell? Nicht viel. Letzte Stufe der Evolution erreicht? Nicht doch. Ich vermisse bei allen – nein, fast allen – Herstellern die Visionen und den Mut, noch einmal etwas Neues zu wagen im Hinblick auf Praxistauglichkeit, Volumen und Nutzwert. Siehe BMW und die genialen Koffer der aktuellen GS-Modelle: mittels Bügelgriff über Teleskop-Falte in drei Sekunden im Volumen verstellbar – »schmal« für Alltag und Rush-Hour-Ge­drängel, »ausgefahren« fürs große Reisegepäck.

Was sich der Praktiker vorstellen könnte, z.B. an einem universellen Zubehörkoffer? Ein von außen (Vorderseite) zugängliches, flaches Fach im Boden – für Werkzeug, Kettenspray, Bügelschloss. Kleine ausklappbare Füße (Spikes), damit die abgestellten Koffer vernünftig stehenbleiben. Einen Toplader-Koffer, so wie bei den Alu-Boxen und beim H & B »Gobi«, damit ich den Koffer beladen kann, ohne dass mir immer wieder der Deckel auf die Finger knallt.

Perfekt packen

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1. Tankrucksack: schwerpunkt­güns­tigster Platz. Schweres wie Werkzeug, Ersatzteile, Getränke, Kettenspray ganz nach unten packen, Leichtes wie Waschzeug, Straßenkarten, Reiseproviant, Ersatzhandschuhe nach oben.
2. Gepäckrolle: Gehört im Idealfall auf den Sozius anstatt übers Heckbürzel, dann darf auch Schweres wie Zelt, Matte etc. hinein. Bei Position hinter der Radachse: möglichst nur Leichtes wie Schlafsack, Bekleidung, Schuhe, Handtuch verstauen.
3. Koffer: Zuladegewicht beach­ten. Schweres wie Benzinkocher oder Kochgeschirr ganz unten und vorn platzieren, leichte Gegenstände nach hinten/oben. Beide Koffer sollten beladen annähernd gleich schwer sein.

Soviel zu Grundsätzlichem. Im Detail kann man die Gepäcklösungen fürs Motorrad mit allem Für und Wider in der rechten Spalte einsehen. Einfach anklicken.


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