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Enduro-Topseller-Gebrauchtkaufberatung

Yamaha XT 600 E

Enduro-Gebrauchtkaufberatung

»XT« – das Synonym für Abenteuerreisen. Doch die von 1990 bis 2003 produzierte XT 600 E hat viel Federn lassen müssen und reicht daher nicht mehr ganz an dieses Fernweh-Flair heran. Aber dafür ist sie eine alltagstaugliche Enduro, die gebraucht sehr günstig zu haben ist. Dass Yamaha mit ihr den Geschmack eines breiten Publikums traf, belegen die Verkaufszahlen. Die Zielgruppe war zwar nicht mehr der fernwehsüchtige Hardcore-Endurist, doch wer ein solides und anspruchsloses Motorrad für jeden Tag suchte, der lag bei der XT 600 E genau richtig.

Yamaha XT 600 E
Allen XT 600 E-Modellen gemein ist der luftgekühlte Einzylinder mit zuletzt 40 PS, dessen Trockensumpf-Ölreservoir im Rahmen integriert ist.

Ein sparsamer Motor und ein geringes Gewicht von unter 180 kg, eine straffe Federung und die abgespeckte Sitzhöhe machten den Einzylinder interessant für »Jedermann«. Auf der Negativseite fiel die nur mäßige Bremswirkung auf, popelige Stahlfelgen und der fehlende Drehzahlmesser  senkten die Produktionskosten. Vor allem aber der mittragende, in das Rahmenheck integrierte Schalldämpfer gibt Anlass zu Kritik. Auf den Heckgepäckträger dürfen nur noch drei Kilo geladen werden. Auch die Fahreigenschaften verändern sich nicht zum Guten. Mit Koffern und Gepäckrolle neigt der Einzylinder zum Pendeln.

Erst ein zusätzliches Stützrohr, das zum Hauptrahmen führt, entbindet den Auspuff von seiner tragenden Rolle. Eine konstruktive Maßnahme, die ab dem Baujahr 1995 Wirkung zeigt: Die XT läuft wieder spurstabiler. Im gleichen Jahr wird der Bau der Kickstarter-Variante eingestellt. Dafür gibt es beim E-Modell wieder einen Drehzahlmesser und das Tankvolumen wird von 13 auf 15 l erhöht. Auch die Bremsscheibe wird vergrößert und Kupplung sowie Getriebe neu überarbeitet. Um die immer strenger werdenden Abgasnormen zu erfüllen, wurde die Leistung des Singles immer weiter nach unten geschraubt, bis am Ende nur noch 40 PS übrig waren.

Yamaha XT 600 E
In 14 Jahren veränderte die Yamaha XT 600 E sehr häufig ihre Lackierung.

Die XT übersteht Laufleistungen bis zu 80.000 Kilometer ohne Motorrevision. Vorausgesetzt der Fahrer verzichtet auf lange Vollgasetappen und bringt den Motor auf Betriebstemperatur, bevor er sich zu höheren Drehzahlen aufschwingt. Ein eindeutiger Hinweis darauf, dass es Zeit wird, den Kolben ans Tageslicht zu holen, ist erhöhter Ölverbrauch, sowie Ölfahnen bei Lastwechseln.

Bis 2004 blieb die XT 600 E im Programm. Bis dahin wurden fast 23.000 Einheiten verkauft. Ihr bestes Jahr war 1991: Mit 4.675 Exemplaren war sie das meistgekaufte Motorrad in Deutschland. Ihre Nachfolgerin, die 50 PS starke XT 660, schafft dank geregeltem Kat und Einspritzung problemlos die Abgasnorm. Die XT 600 E ist gebraucht sehr günstig zu haben und selbst ältere Modelle sind bei guter Pflege ein verlässlicher Partner im Alltag.


Technische Daten

Jahrgang: 2002
Motorbauart, Zylinder: Einzylinder
Hubraum: 595 cm³
Leistung: 40 PS
Drehmoment max.: 48 Nm
Gänge: 5
Sekundärantrieb: Kette
Leergewicht vollgetankt: 183 kg
Tankinhalt: 15 l
Verbrauch: 5,9 l
Sitzhöhe: 855 mm
Max. Geschwindigkeit: 149 km/h
Durchzug 50-120 km/h (5. G.): 14,6 sec
Bauzeit: 1990-2003
Neupreis 1990: 3.983 €
Neupreis 2003: 4.965 € + Nk.
Bestand: ca. 16.682

Gebrauchtpreise

Baujahr 1999: 1.625 €
Baujahr 2000: 2.000 €
Baujahr 2001: 2.125 €
Baujahr 2002: 2.300 €
Baujahr 2003: 2.525 €
Baujahr 2004: 2.725 €

Stärken & Schwächen

+ handliches Fahrwerk
+ geringes Gewicht
+ hohe Alltagstauglichkeit
+ akzeptable Sitzhöhe
– zähe Leistungsabgabe
– kurze Sitzbank
– mäßige Bremsen
– kleiner Tank (1990 bis 1994)

 

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