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Skandinavien–Spezial Lofoten

Landschaft Extrem

Die Inselgruppe der Lofoten gilt als sturmgepeitscht und geheimnisvoll. Mag sein, aber auf jeden Fall gehören sie zu den Glanzlichtern nördlich des Polarkreises.

Skandinavien–Spezial - Lofoten

Diese Gegend ist nicht der Normalfall. Was sich die Natur 200 Kilometer nördlich des Polarkreises ausgedacht hat, ist extrem. Schroffe Berge, die bis zu 1000 Meter aus dem Nordmeer wachsen, viele Gipfel mit einem messerscharfen Grat als Spitze. Dazwischen Dörfer mit dahingewürfelten Fischerhütten. Die Menschen auf den Lofoten leben vom Fischfang, der Takt wird vom Kabeljau vorgegeben. Trotz ihrer Schönheit werden die Inseln von vielen Touristen gemieden. Zu stürmisch und viel zu viel Regen, so befürchten viele. Die Gerüchte über das schlechte Wetter auf den Lofoten halten sich hartnäckig, und bei diesen Gerüchten ist es auch nicht anders als sonst wo auf der Welt: Sie tragen etwas Wahrheit in sich und sehr viel Fantasie.

Sollte es einmal stürmen, dann ist der Seeweg von Bodø nach Moskenes auf der Insel Moskesøya nicht unbedingt zu empfehlen. Das Auf und Ab der kleinen Fäh re, wenn sie über den Vestfjorden schippert, verlangt dann schon nach einem seefesten Gemüt. An sonnigen Tagen ist es jedoch die schönste Art, Kontakt mit der Inselwelt im Nordmeer aufzunehmen. In Moskenes gibt es zwei Möglichkeiten, zu entscheiden. Wer in südliche Richtung fährt, landet schon nach wenigen Kilometern in Å, dem Ende der Welt, zumindest auf den Lofoten. Weiter geht es nicht. Und mit nur einem Buchstaben ist Å der Ort mit dem kürzesten Namen weltweit. Wer sofort rechts abbiegt, hat es nicht weit bis nach Reine. Im Sonnenlicht ist dieser Ort das Postkartenmotiv der Lofoten schlechthin. Reine ist heute ein aufgeräumter Ort. Sauber, adrett und bunt. Vor mehr als 100 Jahren gab es dort eine stinkende Tran-Fabrik und dichten rußigen Qualm, Dutzende Dampfschiffe schlichen durch den Fjord.

Immer wieder zweigen kleine Wege von der E 10 ab. Führen zu einem Strand, zu einem verschlafenen Fjord oder zu einem Dorf. Den Abzweig nach Nusfjord sollte man auf keinen Fall verpassen. Nusfjord klebt an den Felsen einer kleinen Bucht der Lofoten-Insel Flakstad. Einst war dieser Ort zur Fangsaison übervölkert. Hunderte Fischer hausten in den rund 30 Rorbuer, den Fischerhütten. Für den Fischfang spielt Nusfjord längst keine Rolle mehr, aber die UNESCO hält das Idyll aus bunten Holzhäusern für schützenswert.

Wer noch einen lebendigen Fischerort auf den Lofoten erleben will, der muss nach Hennigsvær. Einer der Orte, die gerne als »malerisch« betitelt werden. Von Leknes, das schon auf Vestvågøy liegt, gibt es zwei Möglichkeiten, nach Hennigsvær zu kommen. Weiterhin über die gut ausgebaute E 10 oder auf der »817« entlang der Küste, die bei Smorten wieder auf die E 10 trifft. Nach einigen Kilometern zweigt die »816« nach Hennigsvær ab. Der Ort selbst ist erst seit 1983 durch eine Brücke mit dem Festland verbunden. Hennigsvær gilt als Venedig des Nordens, das allerdings ist dann doch ein wenig übertrieben.

Über Solvær, das wirtschaftliche Zentrum der Lofoten, erreicht man via E 10 Fiskebøl, wo die Fähre nach Melbu ablegt. Die knapp 50 Kilometer bis Sortland führen entlang des Hadselfjorden. Wer noch Zeit hat, dem ist ein Abstecher auf die Vesterålen zu empfehlen, um sich in Andenes an der Nordspitze dieser Inselgruppe auf Walsafari zu begeben. Wer es hingegen eilig hat, weiter Richtung Norden zu kommen, den bringt die E 10 bei Bjerkvik auf die E 6.


 

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