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BMW K 1600 GT Fahrbericht

Technik der BMW K 1600 GT / GTL

Sechserpack

BMW bringt mit K 1600 GT und GTL gleich zwei neue Modelle mit Sechszylinder an den Start. Die GT will sich als Gran-Turismo-Maschine beweisen, die GTL hingegen das Segment der Luxusreisemobile auf zwei Rädern bedienen. Die Technik im Überblick.

 

Die K 1600 GT ist das fahraktivere Modell. Das Dreieck aus Lenkerposition, Sitzhöhe und Fußrastenlage beschert dem Fahrer eine vorderradorientierte Haltung. Dennoch bietet die Maschine jede Menge Langstreckenkomfort. So ist die Verkleidungsscheibe elektrisch einstellbar, die Innenverkleidung hat Staufächer, und das Heck trägt lackierte Koffer. Zudem werden Sitz- und Griffheizung, Bordcomputer, Tempomat ein optimiertes Teilintegral-ABS verbaut, in der Verkleidungsfront sitzt ein Xenon-Abblendlicht.

Auf Luxusdampfer macht die K 1600 GTL. Über die Ausstattung der GT hinaus bietet sie ein serienmäßiges Topcase mit Innenbeleuchtung und gasdruckunterstütztem Deckel. Außerdem ist ein Audiosystem an Bord. Im Vergleich zur GT nimmt der Fahrer hinter einem weit nach hinten geführten Lenker leger Platz. Die Sitzhöhe fällt geringer aus, und die Fußrasten liegen tiefer und weiter vorne.

Langhubiger Sechszylinder

Herz beider Varianten ist ein Sechszylinder. Er bietet gigantische Elastizität und ein Höchstmaß an Laufkultur. Mit 560 Millimetern Breite baut das 1649-Kubik-Triebwerk nur 80 Millimeter breiter als der K 1300-Vierzylinder und erlaubt ebenfalls 41 Grad Schräglagenfreiheit. Dafür ist ein leicht unterquadratisches Hub-/Bohrungsverhältnis von 67,5 zu 72,0 mm verantwortlich. Im Hinblick auf die leicht langhubige Triebwerksauslegung kommen im Sechszylinder sehr lange Pleuel zum Einsatz. Diese verbessern die Laufruhe und reduzieren Reibungsverluste.

Die Böden der Leichtbau-Kastenkolben sind flach und bilden mit den Vierventil-Zylinderköpfen äußerst kompakte Brennräume, in denen das Gemisch auf 12,2 zu 1 verdichtet wird. Der Ventiltrieb mit Tassenstößeln und zwei oben liegenden Nockenwellen ist hoch belastbar und ermöglicht lange Kontrollintervalle von 30.000 Kilometern.

Über geradlinige Ansaugwege und eine großzügige Sauganlage atmet der Sechszylinder durch eine zentrale, elektronisch gesteuerte Drosselklappe. Dank der elektronischen Drosselklappensteuerung lassen sich drei auf Knopfdruck abrufbare Fahrmodi »Rain«, »Road« und »Dynamic« darstellen. Die Kraftübertragung zum 16-Zoll-Hinterrad mit 190/ 55er-Pneu erfolgt über die bekannte Paralever-Schwinge, bei der Gelenkwelle, Kreuzgelenke und Hinterachsantrieb verstärkt wurden.

Sechszylinder Motor BMW K 1600 Schnitt
Der Sechs- zylinder ist um 55 Grad nach vorne geneigt, nur 550 mm breit und wiegt 102,6 kg inklusive Kupplung, Getriebe und Lima. Lange Ansaugwege sorgen für Kraft aus dem Drehzahlkeller. Die elektronische Drosselklappensteuerung erlaubt unterschiedliche Fahrmodi: »Rain«, »Road« und »Dynamic«.

Brückenrahmen aus Aluminium

Wie von der K 1300 GT prinzipiell bekannt, ist der Hauptrahmen eine Alu-Brückenkonstruktion. Diese wiegt nur 16 Kilo und nimmt den mittragenden Triebwerksblock über acht Schraubverbindungen auf.

Das »Adaptive Kurvenlicht«

Eine Novum im Motorradbau ist das als Sonderausstattung erhältliche »Adaptive Kurvenlicht«. Serienmäßig verfügen die 1600er über ein Xenon-Abblendlicht, das in der Mitte zwischen den beiden Fernscheinwerfern mit Lichtleitringen (Standlicht) sitzt. Der Xenon-Scheinwerfer hat ein bewegliches Projektionsmodul und einen festen Reflektorspiegel. Via Höhenstandssensoren an Vorder- und Hinterrad regelt ein Stellmotor permanent die Leuchtweite des Moduls. Beim »Adaptiven Kurvenlicht« hat man »einfach« den Reflektorspiegel vertikal schwenkbar aufgehängt, der bei Schräglage den Rollwinkel ausgleicht. Das Kurvenlicht leuchtet 18 Grad in die Kurve hinein und gleicht Schräglagenwinkel bis zu 25 Grad komplett aus. Ohne Sensorik (400 Gramm) fällt das Kurvenlicht nur ein Kilo schwerer aus.

Adaptive Kurvenlicht BMW K 1600
Beim »Adaptiven Kurvenlicht« ist der Reflektorspiegel vertikal schwenkbar aufgehängt und gleicht bei Schräglage den Rollwinkel aus. Das rechnergesteuerte System nutzt die Schräglagensensoren der Traktionskontrolle. Das Kurvenlicht leuchtet 18 Grad in die Kurve hinein und gleicht Schräglagenwinkel bis zu 25 Grad komplett aus.

Info satt: das Cockpit

Klingt wie Zukunftsmusik, wie auch das auf Digitaltechnik basierende, mit automatisch geregelter Beleuchtung ausgestattete Cockpit: Über den Drehzahlmesser und Tacho hinaus findet sich im Cockpit ein 5,7-Zoll-Farbbildschirm. Er kann umfangreiche Textfelder und Grafiken darstellen. Bei der Bedienung hilft der »Multi-Controller«. Mit Dreh- und Kippbewegungen arbeitet sich der Fahrer durch die Menüs, ohne die Hand vom Lenker nehmen zu müssen. Eine programmierbare Favoritentaste ermöglicht es, auf eine bestimmte Funktion direkten Zugriff zu haben.

Cockpit BMW K 1600
Über den Bordcomputer lassen sich alle Anzeigen über die Funktionen des Bordnetzes und der Zusatzausstattung darstellen und justieren. Bei Vollausstattung arbeiten Bordnetz, Audio- und Navigationssystem zusammen.

 

Wie sich die beiden neuen Sechszylinder fahren, hat Jürgen Schons für den TOURENFAHRER erprobt. Seine Fahreindrücke und zahlreiche Detailinformationen finden Sie in der Ausgabe 04-2011 des TOURENFAHRER.

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Tourenfahrer mit Fahrbericht BMW K 1600

Ausführlicher Fahrbericht
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Den Fahrbericht und zahlreiche weitere Fakten zu dem K-1600-Modellen finden Sie in der Ausgabe 04-2011 des TOURENFAHRER.

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BMW K 1600 GT
Die K 1600 GT nimmt den Piloten in einer fahraktiven Position auf und bietet dennoch ein Übermaß an Langstreckenkomfort.
BMW K 1600 GTL
Die Ausführung »GTL« bietet als Luxustourer eine gelassene Sitzposition und Komfortmerkmale satt.
Technische Daten BMW F 650 GS
 

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