
- Online-Umfrage des Beratungsunternehmens emobility-experts im Juni 2011. Basis: 157 Befragte.
Atomausstieg soll Elektromobilität zugute kommen
Laut einer Kurzumfrage des Münchner Beratungsunternehmens
emobility-experts unter Branchenvertretern wird der Atomausstieg keine negativen Auswirkungen auf die Elektromobilität haben. Im Gegenteil: eine Mehrheit sieht sogar eine positive Perspektive.
Die Skeptiker (10 %) vertreten eher die Meinung, dass sich durch die Umstellung auf aufwendigere Verfahren der regenerativen Stromerzeugung die Bedingungen für die Elektromobilität insgesamt verschlechtern. Der Strom würde durch Umstellungsinvestitionen, Förderungen und Subventionen insgesamt deutlich teurer, was den Preisvorteil der E-Mobilität gegenüber Benzin, Diesel oder auch Gas reduziere oder gar zunichtemache. Auch die CO2-Bilanz der E-Fahrzeuge würde sich eher verschlechtern, da der Ausstieg durch CO2-intensivere Kohle- und Gaskraftwerke aufgefangen werden müsste.
71 % der Befragten Experten stimmen hingegen der These zu, der Ausstieg sei förderlich für die Verbreitung von Elektroautos. Elektrofahrzeuge machen ja nur dann aus ökologischen Aspekten Sinn, wenn der benötigte Strom hierzu auch wirklich regenerativ und nachhaltig erzeugt und bereitgestellt werden kann.
Mit der Laufzeitverlängerung bestand wegen der vermeintlich günstigen Produktion von Atomstrom bislang wenig Anreiz und Anlass zum deutlichen Ausbau von regenerativer Energie. Der Atomausstieg macht nun die konsequente Umstellung auf »grünen« Strom notwendig.
Ohne neue Kapazitäten im Bereich Ökostrom wird die Energiewende kaum erfolgreich sein. Dies stütze laut emobility-experts auch die ökologische Argumentation für Elektromobilität. Mit der Neufassung des Erneuerbaren Energie Gesetzes (EEG) ist geplant, den Anteil an grünem Strom am Energiemix deutlich von derzeit ca. 18 % bis auf 35 % 2020 zu erhöhen. Soweit die Argumentation des Pro-Lagers.
18 % der Befragten sehen keine direkten Zusammenhänge. Diese Gruppe geht davon aus, dass sich Nutzen und Gesamtkosten eines Umstiegs gegenseitig relativieren.
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