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MV Agusta F3 675 modell 2012

MV Agusta F3 675

Mit der F3 675 präsentiert MV Agusta einen exklusiven Supersportler im mittleren Hubraumsegment. Ultrakompaktes Motordesign und eine Motorsteuerung mit zahlreichen Modi sollen neue Maßstäbe in Sachen Handling und Traktion setzen. Von Andreas Reimar

Der mit einem Bohrung-Hub-Verhältnis von 79 x 45,9 Millimetern extrem kurzhubige Reihendreizylinder erreicht seine Spitzenleistung von 128 PS bei 14.500 Umdrehungen. Neben dem kurzen Hub sorgen hochfeste und leichte Titanventile, die direkt von zwei obenliegenden Nockenwellen gesteuert werden, für die erforderliche Drehfestigkeit.

Ein aufwendiges Motormanagement regelt Gemischversorgung und Zündung. Zwei Einspritzdüsen pro Zylinder sollen die bestmögliche Füllung bei hohen Drehzahlen gewährleisten.

Die als MVICS (Motor and Vehicle Integrated Control System) bezeichnete Motorsteuerung erlaubt dem Fahrer eine umfangreiche Einflussnahme auf die Parameter des Verbrennungsvorgangs und damit auf die Art der Leistungsentfaltung.
Vier ab Werk hinterlegte Kurven sowie ein frei programmierbares Mapping sind die Basis individueller Abstimmung.

Die von einem Sensor permanent erfassten Daten der Fahrzeugneigung werden im System mit zahlreichen anderen Werten verrechnet. Auf dieser Basis reguliert das MVICS kontinuierlich die Stellung der beiden 50 Millimeter großen Drosselklappen.

Zudem steht eine achtstufige Traktionskontrolle zur Verfügung.
Wheelie-»Blocker« und »Launch Control« unterstützen die maximale Beschleunigung beim Start.

  • MV Agusta F3 675
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Bildergalerie MV Agusta F3 675 (Bilder zum Vergrößern anklicken).


Ebenfalls Hilfe aus dem Computer erhält der Pilot beim Schalten. Die Verbindung aus Ride-by-Wire-Gassteuerung und dem Schaltassistenten EAS (Electronically Assisted Shift) erlaubt schnelle Schaltvorgänge bei geöffnetem Gasgriff, ohne die Kupplung zu betätigen.

Eine Gegenläufig rotierende Kurbelwelle soll ebenso zu einem einfachen Handling beitragen wie die extrem kompakte Auslegung des Motors. Die Laufbuchsen sind nach dem »Closed Deck«-Prinzip direkt ins Motorgehäuse integriert. Das heißt, der Triple verzichtet auf den Zylinder als eigenständige Baugruppe. Stattdessen liegen die Köpfe direkt auf dem Gehäuse auf.

Das kompakte Aggregat schafft Platz für die Verwendung einer traktionsfördernd langen Einarm-Schwinge bei dennoch handlingfreundlich kurzem Radstand.

Der Rahmen ist eine Verbundkonstruktion aus geschweißten Stahlrohren und Leichtmetallgussteilen.

Die Hinterradfederung besorgt ein voll einstellbares Federbein von Sachs. In der Front arbeitet eine 43er USD-Gabel von Marzocchi, die ebenfalls das volle Spektrum der Einstellmöglichkeiten bietet.

Für die Bremsanlage hat MV Agusta radial betätigte Hauptbremszylinder von Nissin sowie radial zu den 320er Scheiben am Vorderrad verschraubte Vierkolbensättel von Brembo ausgewählt.
Am Hinterrad arbeiten ein Zweikolbenschwimmsattel und eine einzelne Scheibe mit 220 Millimetern Durchmesser.

Die aus einer Aluminiumlegierung gegossenen Räder in den Dimensionen 3.50 x 17 (vorne) und 5.50 x 17 (hinten) sollen besonders leicht ausfallen.
Die Dimensionen der Bereifung werden mit 120/70 - ZR 17 M/C (58 W) und 180/55 - ZR 17 M/C (73 W) angegeben.


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