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Bordone Ferrari Mi1

Frischer Wind in der Rallyeszene:
Bordone Ferrari Mi1

Das italienische Team Bordone Ferrari hat mit der Mi1 ein vollständig neu entwickeltes Rallyemotorrad vorgestellt.

Mit hochinteressanten neuen Bikes erlebt der immer wieder totgesagte Motorrad-Rallyesport derzeit eine kleine Renaissance. Es scheint, als ob das von der ASO vor mehreren Jahren verhängte Hubraum-Limit mit einiger Verzögerung doch noch eine segensreiche Wirkung entfalten würde.

Seit dem Abschied von den großvolumigen Boliden mit ihren extremen Entwicklungsbudgets wird die Szene zunehmend durch interessante neue Motorradprojekte aufgefrischt. Branchen-Schwergewichte wie → Honda melden sich nach Jahrzehnten der Abstinenz im Rallye-Business zurück und andere Marken mischen mit werksunterstützten Teams erfolgreich mit, wie die Kooperation von → Husqvarna mit Speedbrain zeigt.

Aber auch kleine Teams wagen sich mit ebenso kreativen wie technisch anspruchsvollen Lösungen auf die internationale Bühne. Ein gutes Beispiel für die kleineren Akteure im großen Spiel ist das italienische Bordone Ferrari Team, das mit der Mi1 unlängst einen technischen Leckerbissen vorstellte.

Bordone Ferrari Mi1
Bordone Ferrari Mi1
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Bordone Ferrari Mi1
Bordone Ferrari Mi1
Bordone Ferrari Mi1

Ansichten und Details der Bordone Ferrari Mi1 (Bilder zum Vergrößern anklicken).


Herzstück ist ein nach den Vorgaben des Teams von TM gefertigter Motor. Der flüssigkeitsgekühlte Einzylinder nutzt wie die Aggregate der meisten Mitbewerber die Vorgaben de Reglements mit einem Hubraum von 449 Kubikzentimetern voll aus. Das Bohrung/Hub-Verhältnis beträgt 97 mal 60,8 Millimeter.

Bei der Gemischaufbereitung verzichten die Italiener auf die mittlerweile übliche Einspritzung und setzen auf einen 41er Keihin-Vergaser.

Für den Gitter-Rohrrahmen zeichnet Fernando Prades verantwortlich. Die Zielsetzung, mit der aus Chrom-Molybdän-Stahl gefertigten Konstruktion eine Geometrie zu erreichen, die Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten ebenso gewährleistet wie einfaches Handling in technisch anspruchsvollen Passagen entspricht der Realität moderner Cross-Country-Rallyes – mit den neuen, kleineren Bikes wurden auch viele Etappen selektiver.

Grundsolide fällt die Vorderradführung aus. Bf hat sich für eine 48er Upside-Down-Gabel von Kayaba entschieden – eine in japanischen Crossern 10.000-fach bewährte Lösung.

Die Hinterradschwinge stützt sich über ein progressiv wirkendes Hebelsystem gegen ein Zentralfederbein des hierzulande weniger bekannten Herstellers Donerre aus Frankreich ab. Der Monoshock bietet 305 Millimeter Federweg und verfügt über alle Einstellmöglichkeiten inklusive High-/Low-Speed-Anpassung der Druckstufendämpfung.

Mit dem Gesamtvolumen von 32 Litern Kraftstoff – es verteilt sich auf einen Front- und einen Hecktank – an Bord soll die Mi1 158 Kilogramm auf die Waage bringen. Das Trockengewicht wird mit 130 Kilogramm angegeben.

Wie es sich für ein italienisches Motorrad gehört, darf sich auch bei der Mi1 nicht alles um nüchterne Zahlen drehen. Die Linienführung, geprägt durch die scharf geschnittene Cockpitverkleidung, wurde vom Designer Rodolfo Frascoli entwickelt, Grafik und Farbgebung entwarf der Architekt Luca Mattavelli.

Seien wir also gespannt auf die ersten Einsätze der Mi1. Gute Fahrer hat das von Renato Ferrari und Nicoletta Elisa Altieri Bordone geleitete Team schließlich unter Vertrag. Der Katalane Jordi Villadoms gewann für Bf das zum Rallye Weltcup zählende Sardegna Rally Race 2012 – allerdings auf einer KTM.
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