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BMW C evolution

Elektroscooter-Prototyp: BMW C evolution

Mit dem C evolution hat BMW den seriennahen Prototypen eines Elektrorollers präsentiert. Konzipiert ist der Roller als Fahrzeug für Pendler sowie für den innerstädtischen Verkehr. Ziel war es, Fahrleistungen zu ermöglichen, die in etwa denen eines Maxiscooters mit Verbrennungsmotor entsprechen.

Hochvolt-Technologie

BMW setzt beim C evolution auf Hochvolttechnologie. Das heißt, der wassergekühlte Elektromotor wird mit einer Spannung zwischen 100 und 150 Volt betrieben. 11 kW Dauerleistung und 35 kW Spitzenleistung lassen sich so realisieren.

Die Batterie mit einer Kapazität von 8 kWh befindet sich in einem speziell verrippten Träger aus Aluminium-Guss zur Wärmeableitung. Zudem werden die einzelne Module vom Fahrtwind durchströmt, um ein Überhitzen zu vermeiden.

Bei der Hochspannungstechnik und den damit verknüpften Sicherheitsanforderungen an Kabel, Stecker, Batterieelektronik und Sicherheitsabschaltung greift BMW aus Erfahrungen aus dem Automobilsektor zurück.

Energie-Rückgewinnung

Großen Aufwand hat BMW betrieben, um möglichst viel der kostbaren Energie zurückzugewinnen. Bereits beim Schließen des »Gas«-Griffs setzt die Energierückgewinnung (Fachausdruck: Rekuperation) ein, indem der Motor ein Schleppmoment aufbaut und damit zum Generator mutiert. Beim Bremsvorgang registrieren Sensoren den Bremsdruck und sorgen dafür, dass der Motor wiederum ein Schleppmoment aufbaut und Energie erzeugt. Laut BMW soll sich die Reichweite des C evolution durch die Rekuperation um etwa 10 bis 20 Prozent erhöhen.

E-Scooter Prototyp BMW C evolution
E-Scooter Prototyp BMW C evolution
E-Scooter Prototyp BMW C evolution
E-Scooter Prototyp BMW C evolution
E-Scooter Prototyp BMW C evolution
E-Scooter Prototyp BMW C evolution
E-Scooter Prototyp BMW C evolution
E-Scooter Prototyp BMW C evolution
E-Scooter Prototyp BMW C evolution

Prototyp BMW C evolution (Bilder zum Vergrößern anklicken).


Triebsatzschwinge

Der Antrieb des C evolution erfolgt über eine Triebsatzschwinge. Die hinter dem Batteriegehäuse positionierte E-Maschine ist dabei in die Schwinge integriert. Durch die räumliche Nähe zwischen der Ausgangswelle dem Motor und der Schwingenachse wird das Trägheitsmoment um den Schwingendrehpunkt minimiert.

Der Sekundärtrieb erfolgt über einen Zahnriemen von der E-Maschine zum hinteren, auf der Ausgangswelle sitzenden Riemenrad. Von dort wird die Kraft über ein Planetengetriebe zum Hinterrad übertragen. Die Gesamtuntersetzung beträgt 1:8,4, die Höchstdrehzahl der E-Maschine 10.000 min-1.

Das Aufladen der Batterie erfolgt über das integrierte Ladegerät entweder an einer Steckdose des Haushaltsstromnetzes oder an einer Ladesäule. Die Ladezeit beträgt bei völlig entleerter Batterie im Idealfall weniger als drei Stunden.

Batteriekasten als tragendes Element

Der Batteriekasten ist als tragendes Element in das Fahrwerk integriert und nimmt die Einarm-Triebsatzschwinge auf. Daran angeschraubt sind der Lenkkopfträger sowie der Heckrahmen aus Stahlrohr.

Die Radführung nebst Aufgaben übernimmt eine Upside-down-Gabel mit 40 Millimetern Standrohrdurchmesser. Die Einarmschwinge stützt sich gegen ein direkt angelenktes und in der Federbasis justierbares Federbein ab. Die Federwege betragen jeweils 115 Millimeter.

Zur Reduzierung des Rollwiderstandes sind auf den Leichtmetallrädern des C evolution Leichtlauf-Reifen vom Typ Metzeler Feelgreen aufgezogen.

Bremsanalage mit ABS

Verzögert wird mit einer 270er Doppelscheibenanlage im Vorderrad sowie einer einzelnen Scheibe gleichen Durchmessers hinten – jeweils in Kombination mit Zweikolben-Schwimmsätteln. Blockierende Räder soll das extra leichte 2-Kanal-ABS Bosch 9M verhindern helfen. Das System erlaubt es, die Regelkreise für Vorder- und Hinterrad unabhängig zu steuern. Dadurch wurde es möglich, für den Einsatz im C evolution individuelle Anpassung vorzunehmen, die die Energierückgewinnung beim Bremsen berücksichtigen.

Das Anzeigeinstrument im Cockpit verfügt neben den üblichen Displays und den vom Gesetzgeber für Elektrofahrzeuge vorgeschriebenen Statusanzeigen über eine Darstellung der Energiebilanz, die den Fahrer zu ressourcenschonender Fahrweise animieren soll.

Mit den aktuellen, in Grün-weiß gehaltenen Prototypen möchte BMW zunächst auf wichtigen Großveranstaltungen für das Konzept des einspurigen Elektrofahrzeugs werben. Eine Serienversion wird für die nahe Zukunft versprochen.



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