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Die neue BMW R 1200 GS

BMW hat das Nachfolgemodell des Topsellers R 1200 GS präsentiert: schlank, sportlich – auf Wunsch mit jeder Menge Elektronik – vor allem aber mit wassergekühltem Boxermotor soll das neue Modell die 32-jährige Erfolgsgeschichte der GS fortschreiben.

Mit großer Sorge haben eingefleischte GS-Fans der neuesten Generation von BMWs Reiseenduro entgegengesehen – und können nun beruhigt aufatmen. Die GS ist eine GS geblieben. Die neue Wasserkühlung fällt sehr dezent aus, die beiden mit thermostatisch gesteuertem E-Lüfter bestückten Kühler sind unauffällig in den Frontbereich integriert. Technischer Hintergrund: nur 35 % der Kühlleistung wird vom Flüssigkeitssystem erbracht. Die restlichen 65 % der Wärmeabfuhr erledigt weiterhin der Fahrtwind. Lediglich thermisch hoch belastetet Baugruppen werden vom Kühlmittel umspült.
Das neue Konzept macht den Boxer zukunftssicher in Hinblick auf künftige Emissionsvorgaben aber auch i unverändertem Bohrung/Hub-Verhältnis n Sachen weiterer Leistungssteigerungen.

Die flüssigkeitsgekühlte BMW R 1200 GS
Die flüssigkeitsgekühlte BMW R 1200 GS: Motor mit senkrechter Durchströmung, Nasskupplung und integriertem Sechsgang-Getriebe.
Die flüssigkeitsgekühlte BMW R 1200 GS:  Motor mit senkrechter Durchströmung, Nasskupplung und integriertem Sechsgang-Getriebe.
Die flüssigkeitsgekühlte BMW R 1200 GS: Brückenrahmen aus Stahlrohr mit angeschraubtem Heck, neuer Telelever und überarbeiteter Evo-Paralever.
Die flüssigkeitsgekühlte BMW R 1200 GS: Cockpit.
Die flüssigkeitsgekühlte BMW R 1200 GS: Die zahlreichen, optional erhältlichen Assistenzsysteme sind bequem mit einer neuen Schaltereinheit zu bedienen.

Die neue BMW R 1200 GS mit Flüssigkeitskühlung. Bilder zum Vergrößern anklicken.


Flüssigkeitskühlung und Drive-by-Wire


Mit 1170 Kubik und einem unverändertem Bohrung/Hub-Verhältnis wurden die geometrischen Eckdaten des Boxers nicht angetastet. Doch ansonsten kann man den Zweizylinder durchaus als komplett neuen Motor bezeichnen.
Die Einspritzanlage erhält nun per Drive-by-wire die Gasbefehle vom Fahrer. Das Gemisch fällt von oben in die Brennräume. Zusätzlich sorgen größere Ventile für einen besseren Gaswechsel. Die Verdichtung wurde auf 12,5 zu 1 erhöht. Dennoch konnte auf eine Doppelzündung verzichtet werden. Stattdessen wird über einen Ein Bypass zusätzliche Luft zugeführt, die die Verbrennung optimiert.
Die Ventile werden weiterhin von längs angeordneten Nockenwellen über Schlepphebel mit halbkugelförmigen Einstell-Shims betätigt. Die obere Welle betätigt aber ausschließlich die Ein-, die untere die Auslassventile.

Vertikal geteiltes Motorgehäuse

Gänzlich neu ist das vertikal geteilte Motorgehäuse mit integrierten Zylindern in Open-Deck-Bauweise und beschichteten Zylinderlaufbahnen dar. Es beherbergt eine kompaktere, leichtere und dennoch steifere Kurbelwelle. Zudem ist das neue Zweiwellen-Sechsganggetriebe integriert. Völlig ungewohnt im Boxerbau ist die hydraulisch betätigte, an der Stirnseite positionierte gegenläufige Mehrscheiben-Nasskupplung mit wie Antihopping-Funktion und leichtre Bedienbarkeit dank Servo-Effekt.

BMW R 1200 GS vorne rechts
BMW R 1200 GS hinten rechts
BMW R 1200 GS vorne links
BMW R 1200 GS in Silber
BMW R 1200 GS in Blau
BMW R 1200 GS in Rot

Die neue BMW R 1200 GS in verschiedenen Farben. Bilder zum Vergrößern anklicken.


Links laufende Paralever-Schwinge


Der Endantrieb erfolgt über eine modifizierte, nun links positionierte Paralever-Schwinge. Der kompaktere Motor erlaubt eine größere Schwingenlänge bei gleichem Radstand, was eine bessere Traktion erwarten lässt.
125 PS bei 7700/min gibt BMW als Spitzenleistung an, bereits bei 6500 Touren soll das maximale Drehmoment von 125 Nm verfügbar sein.
Auch wenn der Boxer seine mittragende Funktion behält, kommt ein neuer, steiferer Brückenrahmen zum Einsatz.
Vorn wie hinten sollen die Federbeine mehr Dämpfungsreserven aufweisen, wobei das Heckfederbein 12-fach in der Zugstufe und via Handrad stufenlos in der Federbasis einstellbar ist. Die Federwege betragen unverändert vorn 190, hinten 200 mm.

Starke Bremsen, fette Reifen

Radial verschraubte Vierkolben-Monobloc-Festsattelbremsen von Brembo greifen auf weiterhin auf 305 mm große Scheiben zu. Am Heck blieb es beim Zweikolben-Schwimmsattel, der aber auf eine um elf auf 267 mm Durchmesser gewachsene Scheibe greift. Gebremst wird serienmäßig mit einem ABS-unterstützten teilintegralen System.
Fetten Reifen (vorn 120/70 R19, hinten 170/60 R17) auf breiten 3.00 beziehungsweise 4.50 Zoll (vorher 2.50/4.00) Leichtmetallgussrädern unterstreichen die Straßenausrichtung der neuen GS. Geländefreunde können als Sonderausstattung die bekannten Speichenräder erwerben.

BMW R 1200 GS - Vertikal geteiltes Motorgehäuse
BMW R 1200 GS - Modifizierte, links positionierte Paralever-Schwinge
BMW R 1200 GS - Auspuff
BMW R 1200 GS - Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht (Sonderausstattung) sowie LED-Fahrlicht
BMW R 1200 GS - Cockpit
BMW R 1200 GS - Windschild

Die neue BMW R 1200 GS im Detail. Bilder zum Vergrößern anklicken.


Viel Komfort serienmäßig


Zur Grundausstattung zählen ein einstellbarer Lenker, eine Sitzbank mit höhen- und neigungsvariablem Fahrersitz, bei der die Soziusfläche vertikal verschiebbar ist.
Leichtere Bedienbarkeit verspricht ein neuer Drehknauf mit Schneckentrieb am Windschild. Besseres Licht sollen die Scheinwerfer bieten, die sich mit LED-Tagfahrlicht (Sonderausstattung) sowie LED-Fahrlicht aufrüsten lassen. Der Bordcomputer gehört zur Grundausstattung und kann mit personalisierbaren Daten aufwertet werden. Wie gewohnt wird ein umfangreiches Zubehörangebot erhältlich sein.

Auf Wunsch: Elektronik ohne Ende

Richtig in die Vollen geht BMW mit den optional erhältlichen Elektronikpaketen.
Die Option »ASC (Automatic Stability Control) und Fahrmodi« bietet auf Knopfdruck fünf verschiedene Fahrmodi (»Rain«, »Road«, »Dynamic«, »Enduro« und »Enduro Pro«) mit drei unterschiedlichen Modi für die elektronische Drosselklappensteuerung sowie vier ASC-Modi. Alle Regelsysteme inklusive des ABS-Regelverhaltens werden auf Fahrten bei Regen, in normalem und sportlichem Straßeneinsatz sowie dem Offroad-Einsatz mit den Serienreifen angepasst. Der Enduro Pro-Modus ist auf grobstollige Bereifung und versierte Geländefahrer zugeschnitten. Viel Schlupf fürs Driften und Bremsen an der Front ist vorgesehen, die ABS-Funktion am Hinterrad deaktiviert.
Mit »Dynamic ESA« ist ein semiaktives Fahrwerk erhältlich, das mit den übrigen Regelsystemen (Fahrmodi, ASC und ABS) zusammenarbeitet. Federwegsensoren passen die Dämpfung in Abhängigkeit vom gewählten Fahrmodus und den jeweiligen Fahrzuständen wie Fahrmanövern automatisch an.

BMW gibt als fahrfertiges Gewicht mit gefülltem 20-Liter-Tank 238 Kilo an.



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