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Kawasaki ZX-6R 636

Kawasaki Z 300, Z 800, ZX-6R 636

Hubraum ist durch nichts zu ersetzen: diese Weisheit gilt auch im Zeitalter hochdrehender Sportmotoren. Und so hat Kawasaki nach der Ninja 300 nun auch der Z 800 und der ZX-6R 636 eine Extraportion Hubraum spendiert.

Ninja 300

Der Twin der kleinste Ninja hat nun 300 statt 250 Kubik. Den Hubraumzuwachs bewerkstelligten die Kawasaki- Entwickler durch einen etwas längeren Hub. Ein neuer Zylinderkopf mit größeren Ventilen und optimierten Kanälen soll die Füllung der Zylinder verbessern. Die Verdichtung konnte deutlich zurückgenommen werden, was in einer geringeren thermischen Belastung der Komponenten resultieren dürfte.

Befeuert werden die nunmehr aus einem Bohrung/Hub-Verhältnis von 62,0 x 49,0 mm resultierenden 296 Kubikzentimeter durch eine Einspritzanlage mit extra feinen Düsen. Der Gemischstrom wird wie bei den hubraumstärkeren Ninjas durch Doppel-Drosselklappen gesteuert. Neben einer für den Fahrer angenehmen linearen Gasannahme soll diese Technik zur Effizienz des Triebwerks beitragen.

Leichter fallen die neuen Zylinder aus Aluminium-Druckguss aus. Bei der Beschichtung der Laufbahnen griffen die Techniker auf Erfahrungen bei den Supersportlern zurück. Ebenfalls leichter sind nun die  Kolben, die zudem flacher ausfallen. Die Oberflächen sind im Sinne langer Haltbarkeit harteloxiert.

Trotz des längeren Hubs fällt die Maximaldrehzahl wegen der geringeren bewegten Massen mit 13.000 Umdrehungen in der Minute nur geringfügig niedriger aus als beim 250er Vorgängermodell (13.250 U/min).

Die Spitzenleistung wird mit 29,0 kW (39 PS) bei 11.000/min angegeben, das maximale Drehmoment soll 27,0 Nm (2,8 mkp) bei 10.000/min betragen.

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Kawasaki Ninja 300, Z 800 und ZX-6R 636. Bilder zum Vergrößern anklicken.

 


Z 800: mehr Druck im unteren und mittleren Drehzahlbereich

Die Z 750 wird zur Z 800. Das Plus von 58 Kubik soll nicht nur die Spitzenleistung um sechs auf 112 PS anheben, sondern auch für deutlich mehr Druck in bei mittleren Drehzahlen sorgen.

Eine neue E-Version wird in der ungedrosselten Variante 95 PS leisten und darf so laut EU-Regularien auf 48 PS gedrosselt werden.

ZX-6R 636: Umfangreiches Elektronik-Paket

Bei der ZX-6R 636 erwächst das Hubraumplus aus einer Anhebung des Hubs um 2,6 auf 45,1 mm. Kürzere, stärkere Pleuel, reibungsmindernd beschichtete Kolben und neue Kolbenbolzen kommen zum Einsatz. Die Verdichtung geht geringfügig um 0,4 auf 12,9 zu 1 zurück. Im Zylinderkopf ändern sich Form und Führung der Kanäle, die Nockenwellen arbeiten mit größerem Ventilhub, wobei die Einlassnocken auch länger öffnen. In der Peripherie sorgt eine Vielzahl Modifikationen für den angestrebten Kraftzuwachs in unteren und mittleren Tourenregionen. Eine größere Airbox trägt dem gestiegen Gasdurchsatz ebenso Rechnung wie ein voluminöserer Endschalldämpfer.

Die Kraft gelangt über eine nun leichtere Antihopping-Kupplung zum verstärkten Sechsganggetriebe. Der erste Gang wurde im Sinne besserer Alltagstauglichkeit kürzer ausgelegt.

Das umfangreiche Elektronik-Paket bietet zwei Leistungs-Modi, wobei der Low-Power-Modus rund 80 Prozent der Maximalleistung bei sanfterer Entfaltung bereitstellt. Drei Betriebsarten bietet die abschaltbare Traktionskontrolle der jüngsten Generation aus der ZZR1400.

So gut wie unverändert wird das bekannte Alu-Chassis weiterverwendet. Serienmäßig ist ein ABS der jüngsten Generation von Bosch mit an Bord.



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