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Peter Struck am 19.12.2012 verstorben

Trauer um Peter Struck

Er war einer der profiliertesten Volksvertreter des Landes, Insider zählten ihn zu den wichtigsten Strippenziehern in der deutschen Politik. Daneben war Peter Struck jedoch auch Deutschlands bekanntester Motorradfahrer. Am 19. Dezember erlag er 69-jährig in Berlin einem Herzinfarkt.

Für die politischen Journalisten war ein Interviewtermin mit Peter Struck immer etwas Besonderes. Einerseits, weil er als einer der letzten Vertreter des Politiker-Typs alter Schule mit allen politischen Wassern gewaschen war und zudem Klartext bevorzugte, andererseits, weil man nie wissen konnte, ob er nicht in der Motorradkluft zum Termin kam, um das Gespräch mit den Worten einzuleiten: »Dann stellt mal schnell eure Fragen. Ich möchte gleich noch eine Runde fahren«.

Peter Struck machte keinen Hehl aus seiner Leidenschaft, weshalb man ihn auch nicht nur dann unterm Helm antreffen konnte, wenn er wieder mal eine Ausfahrt der Motorradgruppe des Deutschen Bundestages anführte. Schon in seiner Jugend war er auf einer NSU Quickly unterwegs, steigerte sich im Jura- Studium über einen Heinkel- Roller zu einer 250er BMW, womit er dann schon sehr früh die Marke seines Herzens gefunden hatte.

Zeitlebens hielt Peter Struck den bayerischen Boxern die Treue, und mehr als einmal hörte man ihn sagen, dass er sich im Sattel seiner BMW am wohlsten fühle. Auch als die politischen Ämter immer verantwortungsvoller und seine Arbeitstage immer länger wurden, nutzte er die knappe Freizeit gern für eine kleine Flucht auf zwei Rädern, zu Bonner Zeiten in der Eifel, zuletzt im Berliner Umland.

»Geselligkeit und Kameradschaft unter Bikern ist mit kaum etwas anderem zu vergleichen «, sagte er einmal in einem Interview, und dass das keine hohle Phrase war, konnte jeder erkennen, der ihn einmal unter Motorradfahrern erlebt hat. Der gelernte Jurist und Anwalt starb am 19. Dezember 2012 im Alter von 69 Jahren an den Folgen eines Herzinfarktes in der Berliner Charité.



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