
Dakar 2013: das Finale
KTM-Werksfahrer Cyril Despres gewinnt seine fünfte Dakar und auch die Plätze zwei bis fünf gehen an den österreichischen Hersteller. Auch den neuen starken Mitspielern Honda und Husqvarna ist es nicht gelungen, die Dominanz von KTM zu brechen.
Mit einem dicken Vorsprung konnte Cyril Despres die Finale Etappe von La Sarena nach Santiago de Chile gelassen angehen. Ein 14. Platz reichte dem Franzosen, um sich den Gesamtsieg bei der diesjährigen Dakar zu sichern – den fünften des Franzosen bei dieser Rallye.
Den Sieg auf der Schlussetappe holte sich der ebenfalls für KTM startende Ruben Faria. Viele Jahre hat Faria Despres als »Wasserträger« unterstützt. Mit seinem zweiten Gesamtplatz bei der aktuellen Dakar ist der Portugiese nun endgültig aus dem Schatten des Meisters getreten und dürfte bei künftigen Austragungen selbst als Titelaspirant gehandelt werden.
Auch Sicht der gastgebenden Südamerikaner besonders erfreulich ist der dritte Gesamtrang des Chilenen Chaleco Lopez.
Ein gebrochenes Rad gleich zu Anfang der Rallye machte die Podiumshoffnungen des Husqvarna-Teams zunichte. Der durch den Defekt verursachte Zeitrückstand war für den stark fahrenden Joan Barreda trotz einiger Etappensiege nicht mehr aufzuholen.
Die beste Platzierung im Endergebnis für das im bayerischen Stephanskirchen beheimatete Team fuhr Paolo Goncalves mit dem zehnten Gesamtrang heraus. Mit insgesamt 12 Podestplatzierungen hat das Team jedoch gezeigt, dass das diesjährige Ergebnis nicht das wahre Potenzial der von Wolfgang Fischer geleiteten Truppe widerspiegelt. Dakar-Projektleiter Berthold Hauser hat daher schon für den Rallye Weltcup 2013 und die nächste Dakar grünes Licht gegeben.
Ganz knapp hat der französische Yamaha-Pilot Olivier Pain sein Ziel einer Top-Five-Platzierung verfehlt. Mit vier Etappensiegen führte er die Rallye fünf Tage lang an, bevor ihn ein Navigationsfehler und mehrere kleinere Stürze sowie ein leckender Tank auf den sechsten Gesamtrang zurückwarfen.
Gleich zwei Fahrer konnte das Team Honda HRC bei seinem ersten Einsatz in der Dakar-Neuzeit unter den Top Ten platzieren: Helder Rodrigues wurde Siebter, gefolgt von Xavier Pizzolito. Das Team-Management zeigt sich mit den Leistungen zufrieden, so dass mit den schnellen CRFs wohl auch bei künftigen Rallyes zu rechnen sein wird.
Für kurze Zeit in Führung, musste der für Yamaha Motos France fahrende David Casteu nach der achten Etappe die Reißleine ziehen. Sein Bike war nach einem Zusammenprall mit einer Kuh stark beschädigt und verlor Benzin. Casteu trat zwar mit bandagierter Schulter und notdürftig repariertem Bike noch zur nächsten Speziale an, doch als die Maschine in der Sonderprüfung einfach ausging, wertete der Franzose dies als Zeichen, das Schicksal nicht weiter herauszufordern und gab auf.
Einziger deutscher Finisher ist Ingo Zahn mit Rang 85 auf einer 450er KTM Replica.
Dakar 2013: Endstand | ||||
Rang | Fahrer |
| Marke | Zeit |
1 | Cyril Despres |
| KTM | 43:24:22 |
2 | Ruben Faria |
| KTM | + 10:43 |
3 | Francisco Contardo |
| KTM | + 18:48 |
4 | Ivan Jakes |
| KTM | + 23:54 |
5 | Juan Pedrero Garcia |
| KTM | + 55:29 |
6 | Olivier Pain |
| YAM | + 1:06:30 |
7 | Hélder Rodrigues |
| HON | + 1:11:22 |
8 | Javier Pizzolito |
| HON | + 1:26:07 |
9 | Frans Verhoeven |
| YAM | + 1:26:35 |
10 | Paulo Goncalves |
| HSQ | + 1:28:20 |
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