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Reisebericht Kanada-Mexiko

Dokumentation

Allgemeines: Jerry Counts und Dave Hutchings ist es gelungen, einen mit dem Motorrad durchgehend befahrbaren Enduro-Wanderweg von Kanada nach Mexiko auszukundschaften und diesen detailliert kartographisch darzustellen. Die Umset­zung dieser Idee kostete die beiden zehn Jahre. Sie verlinkten ein ausgedehntes System von alten Pionierrouten, Schotter­straßen, Single Trails, Sandpis­ten, Farm- und Versorgungs­wegen zu einer etwa 4000 Kilometer langen Strecke. Der Asphalt­-Anteil ist nicht der Rede wert. Teerstraßen müssen nur befahren werden, wenn Tanks und Lebens­mittelvorräte aufzufüllen sind. Wer sich einer geführten Tour von Jerry anschließen möchte, erfährt Näheres unter: www.mex2can.com. Je nach Jahreszeit führt die Tour im Frühjahr von der mexikanischen Grenzstadt Tecate nach Nevada oder dann im Spätsommer von Nevada nach Kanada.

Streckenlänge/Zeitaufwand: Unser Team fuhr die Strecke in umgekehrter Richtung, von Nord nach Süd, und legte in vier Wochen inklusive Abstecher 5255 Kilometer zurück. Wir durchquerten die fünf Bundesstaaten Washington, Idaho, Oregon, Nevada und Kalifornien, bevor wir über die mexikanische Grenze nach Tecate rollten.

Unterkunft/Essen: Für Out­door-Enthusiasten wie uns war es keine Frage, bei jedem Wetter im Freien zu übernachten. Wer gerne unterm Sternenzelt schläft, für den ist eine gute Camping­ausrüstung ein Muss. Die komfortablere Variante sind Übernachtungen in Motels entlang der Strecke (DZ ab ca. 50 USD/Person). Die sind auf eigene Faust nicht schwer zu finden, sobald man den Trail Rich­tung nächstgrößere Stadt verlässt, und für all diejenigen standardmäßig vorgesehen, die sich einer geführten Tour anschließen.
Mit Proviant versorgt man sich am besten in den USA-typischen riesigen Supermärkten. Besonders lecker fanden wir mit Bohnen, Mais und Zwiebeln gefüllte Tortillas, die wir oft abends über dem Lagerfeuer zubereiteten. Für den Notfall hatten wir immer ein paar Packungen Travel Lunch im Koffer.

Sightseeing: Ein besonderer Reiz liegt in der Vielfältigkeit und Schönheit der Natur. Auf seiner Webseite verspricht Jerry eine unvergessliche Motorrad­reise, wie man sie nur einmal im Leben macht.

Highlights: Die Wüsten im Süden Kaliforniens, tiefe Täler mit Antilopenherden in Nevada, Geisterstädte, die Black Rock Desert, in der Geschwin­digkeitsrekorde aufgestellt werden, Bergplateaus mit wilden Pferden und vieles mehr. Historische Routen, die mit eingebaut sind, heißen: De Anza Trail, 20 Mule Team Road, Nadeau Toll Road, Pony Express Trail, California Trail, Applegate und Nightingale Cutoffs des Oregon Trail und Lewis and Clark Trail.

Motorradfahren: Die Strecke bietet Offroad-Fahren vom Feinsten. Das Terrain wechselt von leicht bis fahrerisch anspruchsvoll und wartet je nach Jahreszeit mit der gesamten Offroad-Palette von Schnee, Schlamm, Sand, Schotter und Salz auf. Auch Flüsse sind zu queren. Eine leichte Reise-Enduro ist am besten geeignet. Je weniger Gewicht, desto höher der Spaß­faktor. Die Reichweite sollte nicht unter 350 Kilometer liegen. Grobstollige Geländereifen sind unbedingt zu empfehlen. Da man sich meist fernab der Zivilisation bewegt und oft auf sich selbst gestellt ist, ist es von Vorteil, wenn man einfache Wartungs- und Reparatur­arbeiten wie Luftfilter wechseln, Plattfuß reparieren etc. selbst durchführen kann und das entsprechende Werkzeug plus Reifen­reparatur-Kit im Gepäck hat. In der Wüste Nevadas unbedingt genügend Wasser im Trinkrucksack mitführen!
Bei der Kleidung hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Wäh­rend wir in den verschneiten Bergen von Washington nachts bei -11° C froren, schwitzten wir weiter unten im Süden in der Black Rock Desert bei + 31° C.

Navigation und Kartenmaterial: Als Anbieter von geführten Touren geben Jerry und Dave der Öffentlichkeit die genauen Tracks verständlicherweise nicht gerne preis, außer man kennt die beiden persönlich. Mit den Tracks speisten wir unser Garmin GPSmap 278 und navigierten auf dieser digitalen Spur. Brauchbares Kartenmaterial, das zur groben Übersicht dient, bekommt man in den USA als ADAC-Mitglied kostenlos vom AAA.

Reisebericht von Kanada nach Mexiko

 

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