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Kawasaki ER-6n

Gebrauchtkaufberatung: Gebrauchte Motorräder mit ABS

Günstig und sicher

Über den Nutzen eines Antiblockiersystems muss man nicht diskutieren, auch nicht über die Frage, was einem das Sicherheitsplus überhaupt wert sein sollte. Denn ABS und günstig, das passt durchaus zusammen, wie unsere zwei Secondhand-Kandidaten BMW F 650 GS und Kawasaki ER-6n unterstreichen.

Teil 2: Kawasaki ER-6n

Mit der vor knapp sechs Jahren gestarteten, frech gestylten ER-6n hatte Kawasaki keine Mühe, flink in die Zulassungs-Top-Ten vorzupreschen. Der knubbelige, auch zu sportlicher Fahrweise aufgelegte Allrounder ist in Deutschland ein Bestseller, dessen quirliger Motor in dem ausgewogenen, straffen Fahrwerk Neulinge wie langjährige Biker gleichermaßen zufriedenstellen kann.

Der Reihen-Twin, technisch ein »halbiertes« ZX-12R-Aggregat mit extrem kompakten Abmessungen und asymmetrischer Zündfolge, hängt kultiviert am Gas und bringt die nur vier Zentner schwere Maschine sehr flott in Fahrt. Noch spritziger, da durch ein geändertes Mapping in der ersten Drehzahlhälfte etwas kräftiger, geht die ab 2009 angebotene, auch fahrwerksseitig modernisierte zweite Generation zu Werke.

Das extrem handliche Kraftpaket macht auf kurvigen Landstraßen so gut wie alles mit, jedenfalls im Solobetrieb, denn mit Passagier erreicht das seitliche Federbein, zumal auf schlecht geglättetem Asphalt, schnell seine Grenzen.

Um die Kawa auf kurzem Weg und ohne blockierende Räder zu verzögern, ist seit 2007 (zuvor optional) serienmäßig ein recht spät eingreifendes Zwei-Kanal-ABS an Bord. Auf trockener Fahrbahn steht die ER-6n aus Tempo 100 km/h nach 42,11 Metern (Messung Jahrgang 2009) und damit dank der überarbeiteten Bremsen (größere Kolben, neu programmiertes ABS) noch etwas schneller als die Vorgängerin, die 2008 knapp 43 m brauchte.

Vor allem auf Reisen, aber auch bei Wartungsarbeiten im Alltag nervig ist das Fehlen eines Hauptständers, der sich wegen des Unterflur-Schalldämpfers auch nicht nachrüsten lässt.

Ansonsten gibt‘s an dem knuffigen Kobold nichts zu kritteln, auch nicht an den Unterhaltskosten, die sich auf erfreulich niedrigem Niveau bewegen. Inspektionen mit nennenswertem Ar­beitsaufwand (Öl/ Ventilspiel) stehen nur alle 12.000 bzw. 24.000 km an, und der Spritverbrauch hält sich mit etwa 5,3 l im Rahmen.

Was ist zu checken? Angesichts der selbst bei älteren Jahrgängen meist noch lächerlich geringen Laufleistung vor allem der optische und der Pflegezustand. Keine Einzelfälle waren anfangs Spuren schlampi­ger Verarbeitung, die sich in Rost (Federbeinauge, Tankeinfüllstutzen, Schalldämp­fer, Rahmenschweißnähte) und schlechter Lackqualität (Rahmenrohre, Fußrastenträger) niederschlagen können. Außerdem kontrollieren: Schwingen-Querstrebe auf Steinschlagmacken, Motorspoiler (Kunststoff) auf Hitzeschäden (Auspuff), Bremsscheiben, Fahrwerkslager, ferner die Schwingenholme auf Lackschäden durch unfachmännisches Aufbocken.


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