Elektronische Wildwarnanlagen bewähren sich

ADAC: »Elektronische Wildwarnanlagen bewähren sich«

Der Herbst ist auch die Zeit der Wildunfälle. Die Sichtverhältnisse sind häufig schlecht, viele Waldbewohner laufen liebestoll über die Straßen. Deutscher Jagdverband und ADAC haben nun ermutigende Ergebnisse zu Präventionsmaßnahmen vorgestellt.

Im Bemühen, Wildunfälle zu verhindern und die Sicherheit von Mensch und Tier zu steigern, sind der ADAC und der Deutsche Jagdverband (DJV) einen entscheidenden Schritt voran gekommen.

Wie die Zwischenbilanz eines vierjährigen Forschungsprojekts zeigt, konnte durch den Einsatz von Duftzäunen und blauen Reflektoren die Zahl der Wildunfälle örtlich um bis zu 80 Prozent reduziert werden. Erprobt werden die Präventionsmaßnahmen an 25 Versuchsstrecken in Schleswig-Holstein, an denen besonders oft Wildunfälle passieren. Ziel ist es, in den nächsten beiden Jahren die langfristige Wirksamkeit der Maßnahmen wissenschaftlich zu untersuchen und ihren Einsatz zu optimieren.

Unterstützt wird das Gemeinschaftsprojekt auch vom schleswig-holsteinischen Landwirtschaftsministerium, dem zuständigen Landesjagdverband und weiteren Organisationen. Für die Durchführung ist das Institut für Wildbiologie in Göttingen zuständig.

»Trotz jahrelanger Aktivitäten gegen Wildunfälle gab es bislang kaum belastbare wissenschaftliche Daten über die Wirksamkeit der verschiedenen Maßnahmen. Die ersten Ergebnisse des Projekts stimmen mich optimistisch und zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind«, so ADAC Präsident Peter Meyer auf einer Fachtagung von ADAC und DJV am Mittwoch in München.

Auch DJV-Präsident Hartwig Fischer bewertet den Zwischenbericht der Forscher positiv: »Wir sollten alle technischen Möglichkeiten ausschöpfen, um Mobilität für Mensch und Tier zu gewährleisten. Denn Wildtiere kennen keine Warnschilder, müssen aber Straßen queren, um zu fressen oder Partner zu finden.«

ADAC und DJV arbeiten seit Langem gemeinsam an Lösungen, um Wildunfälle zu verhindern. Ein erfolgreiches Mittel sind Wildschutzzäune, die an besonders gefährdeten Autobahnen aufgestellt sind. Sie führen jedoch zu einer immer stärkeren Zerschneidung der Lebensräume der Tiere.

Das 2012 verabschiedete Bundesprogramm zur Wiedervernetzung von Lebensräumen soll dem entgegentreten – die ersten 17 Grünbrücken konnten bereits finanziert werden. An Landstraßen sind elektronische Wildwarnanlagen eine preiswertere Lösung, die ebenfalls viele Wildunfälle verhindern kann.

Im Jahr 2012 ereigneten sich in Deutschland rund 2 500 Wildunfälle mit Personenschaden. Insgesamt wurden dabei etwa 3 000 Menschen verletzt, 20 starben. Der DJV ermittelte anhand einer vorläufigen Auswertung für das Jagdjahr 2012/2013 (April 2012 bis März 2013) knapp 210 000 Kollisionen zwischen Mensch und Tier. Dies entspricht einer Steigerung von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. (Auto-Reporter.NET)

Anzeige

Weitere 2019er Modelle

Vom 3. bis 7. Oktober 2018 fand in Köln die Motorradmesse INTERMOT statt. Neue Motorräder, überarbeitete Modelle und Trends im Überblick. Alle → INTERMOT News

Anzeige

Suche im News-Archiv

TF-Sonderhefte

Motorrad-Paradies Alpen
10 Traumstrecken, die schönsten Pässe, Touringtipps für Motorradfahrer.  Mehr


50 Jahre Kawasaki
Rückblick auf 50 Jahre Kawasaki in Deutschland: Meilensteine, Motorräder, Menschen. Mehr


Motorrad-Gebrauchtkauf
Ratgeber mit 36 Bikes in ausführlichen Portraits sowie Tipps zu Technik und Recht. Mehr


Honda Spezial
Aktuelle Modelle, Technik, Historie, Sport – alles rund um die faszinierende Motorradmarke. Mehr


Motorrad-Paradies Frankreich
Die schönsten Reiserouten in Frankreich. Dazu Tipps für unterwegs und Sprachführer. Mehr


Motorradmenschen
33 faszinierende Menschen, für die ein Leben ohne Motorrad undenkbar wäre, im Portrait. Mehr

TOURENFAHRER-Newsletter

Mehr frische Infos und Angebote finden Sie im TOURENFAHRER-Newsletter.

Jetzt registrieren