Motorradtransport Mongolei

Anlauf bei Plusgraden

Die Motorräder sind bereits per Spedition in Ulaan Bataar angekommen, am Wochenende werden wir unser Gepäck zusammenpacken, und am Sonntag, 3. Februar, startet der Flieger.

Da fehlt mir noch ein wenig die Vorstellungskraft. Draußen tummeln sich die Temperaturen knapp über Null-Grad und in zwei Tagen werden sie mehr als 20 Einheiten tiefer liegen. Die Vorbereitungen sind längst durch. Die neue Ausgabe von MotorradABENTEUER muss noch ein wenig justiert, ein paar Akkus geladen und der Koffer noch gepackt werden – Sonntag (3. Februar) geht es los.

Das Gespann ist schon seit sechs Wochen unterwegs und hat Ulaan Baatar, verpackt in einer fetten Kiste, längst erreicht. Die Maße des Verschlages sind deftig. 2,30 x 1,70 x 1,40 Meter. 5,5 Kubikmeter bestehend aus Spanplatten, Holzlatten, Nägeln und Gespann, mit einem Gesamtgewicht von knapp 600 Kilogramm.

Da sind die Mittel, die eine häusliche Logistik zur Verfügung stellen kann, schnell am Ende. Da ging nichts ohne umfangreiche Nachbarschaftshilfe im Dorf, um die Kiste auf den Weg zu bringen.

Für den Transport hat Loxx Pan Europa gesorgt. Fast alles verlief reibungslos, nur die Meldung über den Totalausfall der Zugmaschine in Weißrussland brachte etwas Unruhe in den logistischen Ablauf. Aber die anschließenden Updates bezüglich der Lkw-Position hatten wieder eine beruhigende Wirkung.

So ein Motorrad-Transport in die Mongolei braucht Papiere, und das verlangt nach bürokratischen Prozessen. Für die Reise per Lkw war ein Carnet ATA für die BMW notwendig. Für mich sind solche Beschaffungsmaßnahmen ein unbekanntes und ungeliebtes Terrain. Wer in so einem Fall auf hilfsbereite und freundliche Menschen trifft, wie es sie bei der IHK zu Dortmund gibt, kann sich glücklich schätzen.

Vor dem Verpacken wurde das Gespann noch auf die widrigen Umstände vorbereitet. Die Öl-Viskosität 0W-40 wird hoffentlich reichen, die Schmierung auch bei zweistelligen Minusbereichen aufrecht zu erhalten. Die Standard-Batterie musste einer leistungsfähigeren Autobatterie weichen. Der größere Energiespender soll für mehr Druck beim Stromfluss sorgen, was vor allem die Widrigkeiten beim morgendlichen Startvorgang lindern soll. Auch die Spikereifen, Überbleibsel der letzten winterlichen Nordlichtjagd in Skandinavien, habe ich für die Mongolei-Reise wieder reanimiert.

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