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Start zur Dakar 2017

Am heutigen Montag ist der Startschuss zur Rally Dakar 2017 gefallen. Paraguay, Bolivien und Argentinien sind die Gastgeber des Megaspektakels. Der Zieleinlauf ist für den 14. Januar in Buenos Aires geplant.

Rund 150 Motorradfahrer haben sich dieses Jahr der Herausforderung Dakar gestellt. Wenn sich am 2. Januar in der paraguayischen Hauptstadt Asunción die Startfahne senkt. Liegen knapp 9000 mörderische Kilometer vor ihnen.

Der Schwierigkeitsgrad soll sich nach dem Willen von Renndirektor Marc Coma bis zur Halbzeit der Rallye im bolivianischen La Paz kontinuierlich steigern. Doch bereits die erste Etappe Asunción nach Resistenca sollte nicht unterschätzt werden. Zwar beträgt die Gesamtlänge nur 454 Kilometer, und die Sonderprüfung fällt mit 39 Kilometern ausgesprochen kurz aus, doch die Speziale soll mit trialartigen Abschnitte die Fahrtechnik der Piloten auf eine harte Probe stellen. Auch taktische Spielchen sind hier zu erwarten, geht es doch immerhin um die Startreihenfolge für den kommenden Tag.

Die zweite Etappe wird auf den Spuren der legendären Transchaco Rallye durch weitgehend flache oder leicht hügelige Savannen führen.

Doch bereits die vierte Etappe führt die Fahrer hoch hinauf in die dünne Luft der Anden. Bei Jujuy wird mit 3500 Höhenmetern die »Reiseflughöhe« für die nächsten Tage erreicht. Rund eine Woche bleibt die Rallye nun dem Altiplano. In den wüstenhaften, immer wieder von Bergketten durchzogenen Beckenlandschaften folgen einige der härtesten Etappen. Auch zum Ruhetag nach Etappe sechs befindet sich der Tross noch in der eisigen Höhe am Rande der bolivianischen Metropole La Paz.

Honda CRF 450 Rally
KTM 450 Rally
Yamaha WR 450 F Rally

  Die Maschinen der Werksteams: Honda CRF 450 Rally, KTM 450 Rally und Yamaha WR 450 F Rally.

Starke Konkurrenz

Das siegverwöhnte Werksteam von KTM bekommt dieses Jahr Konkurrenz durch gleich zwei neu formierte Teams aus Japan. Der ewige Zweite Honda will es mit neuem Teammanagement nun endlich wissen. Paulo Goncalves bringt neben den sportlichen Voraussetzungen die nötige Reife für einen Titelgewinn mit, unterstützt wird er von Michael Metge, Ricky Brabec und Joan Barreda. Der vielversprechende Kevin Benavides musste seinen Start wegen einer Trainingsverletzung absagen.

Auch Yamaha schickt mit Helder Rodriguez, Adrien van Beveren, Alessandro Botturi und Rodney Fagotter eine stark aufgestellte Werksmannschaft mit einem komplett neu aufgebauten Motorrad ins Rennen.

Den Titel verteidigen sollen für KTM Vorjahressieger Toby Price, unterstützt von Sam Sunderland, Matthias Walkner und Antoine Meo. Die Spanierin Laia Sanz, die schon mit Honda Dakar-Erfahrung sammelte wird im werksunterstützten KTM Factory Racing Team Dakar 2017 starten.

Husqvarna startet mit einem kleinen aber feinen Werksteam. Mit dem Duo Pablo Quintanilla und Pela Renet gehen zwei extrem starke Fahrer an den Start. Quintanilla wurde bei der Dakar 2016 Gesamtdritter und holte sich in der abgelaufenen Saison den Gesamtsieg der Rallyeweltmeisterschaft.

Die Zweite Hälfte der Rallye führt die Fahrer wieder Richtung Süden durch die Wüsten rund um den Salzsee Salar de Uyuni. Auf der zweiteiligen Marathonetappe sind die Piloten komplett auf sich selbst gestellt. Support durch die Teams ist nicht gestattet.

Mit fast 1000 Kilometern Gesamtlänge und gut 400 Kilometern Sonderprüfung durch schwieriges Terrain stellt die 9. Etappe extreme Herausforderungen an die Navigationsfähigkeiten der Motorsportler.

Nach dem Abstieg von den Anden führt die Strecke durch die östlichen Vorberge und dann auf zwei langen Etappen quer durch die argentinische Pampa nach Buenos Aires. 64 Kilometer Speziale sind auf der insgesamt 786 Kilometer langen 12. Etappe am 14. Januar noch zu bewältigen – dann dürfte der Sieger der 39 Dakar feststehen.

Bild oben: Das Red Bull KTM Factory Racing Team für die Dakar 2017 mit Antoine Meo, Matthias Walkner, Vorjahressieger Toby Price und Sam Sunderland.

Fotos: KTM/Sebas Romero, Honda HRC, Yamaha


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