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Zero wird zehn

Im Jahr 2006 wurde Zero Motorcycles in Santa Cruz, Kalifornien, gegründet. Mit einem Alter von zehn Jahren ist das Unternehmen bereits ein Urgestein der noch jungen Elektromotorradbranche. Ein Rückblick.

2006: Wie alles begann

Das Unternehmen Zero Motorcycles wird vom Flugzeugkonstrukteur und Motorradfreak Neal Saiki – zunächst unter dem Namen Electricross – in der Nähe von Santa Cruz in Scotts Valley, Kalifornien aus der Tradition der kalifornischen Technikindustrie heraus ins Leben gerufen. Erstes Motorrad ist die nur 64 Kilogramm schwere »Drift«. Um der Nachfrage nach dem Modell zu genügen eröffnet Electricross am 11. Juni in Scotts Valley, Kalifornien einen bescheidenen Verkaufsraum.

2007: Aus Electricross wird Zero Motorcycles

Das bis heute genutzte Logo wird eingeführt, das Motto »Zero Emissions« (Emissionen gleich Null) wird zum Markennamen. Die Entwicklung der ersten unter dem Namen zero vermarkteten Maschine beginnt.

2008: Kontinuierliches Wachstum

Zero Motorcycles zieht in ein neues Gebäude in Scotts Valley und beschäftigt inzwischen 25 Mitarbeiter. Es gibt nur zwei Büros, eines für den Gründer und eines für den CEO. Die Produktion befindet sich direkt daneben. Ein Investor steigt ein, der das Wachstum des Unternehmens bis heute vorantreibt.

  Meilensteine: Drift von 2006, Electricross-Shop, die erste Zero, 24-h-Rennen in San José (Reihe o.). Zero MX und Zero S (2009), Zero XU, Zero S mit Z-Force (Reihe M.) Neue Zulieferer, Supermoto FXS und Adventurebike DSR, Jubiläumsmodell 2016 (Reihe u.)

2009: Das erste Elektromotorrad mit Straßenzulassung

Die Zero S ist das erste serienmäßig produzierte, elektrische Straßenmotorrad. Auch wenn die Reichweite und die Spitzengeschwindigkeit auf 80 km und 97 km/h begrenzt sind, ist das Motorrad eine Weltneuheit. Auf die Zero S mit komplett neuem Fahrwerk und neuer Verkleidung folgt recht schnell die Freigabe der Zero DS, für alle, die mit einem zugelassenen Straßenfahrzeug auch im Gelände fahren wollen.

2009: Einführung Zero MX und Internationalisierung

Mit einer robusteren Federung ermöglicht die Zero MX anspruchsvolles Offroad-Fahren.

Niederlassungen in Europa und Australien sollen neue Märkte erschließen.

Europa mit seinen höheren Energiepreisen, engen Stadtgebieten und einer lebendigen Motorradkultur bietet die perfekte Plattform für den Vorstoß von Zero Motorcycles nach Übersee.

2010: Einstieg in den Straßenrennsport

Zero Motorcycles verbündet sich mit Agni Motors und gewinnt mit seinem Fahrer Sean Higbee den ersten TTXGP eGrand Prix für Elektromotorräder auf dem Sonoma Raceway in Kalifornien. Mit der Einstellung von Kenyon Kluge (jetzt Director of Electrical Engineering) gewinnt das Unternehmen außerdem eine Rennsportgröße hinzu. Er gewinnt die TTX75 auf einer Zero aus der Produktionsbasis. Auch bei der Folgeveranstaltung eSuperstock dominiert er als Fahrer.

2011: Vorstellung der Zero XU / Motorräder für Behörden

Die Zero XU wird als Pendlermodell für die Stadt vorgestellt. Sie verfügt über einen herausnehmbaren Akku, der von Stadtbewohnern außerhalb des Motorrads geladen werden kann. Außerdem wird ein Schnelllade-Zubehör eingeführt.

Als erste Polizeidienststelle wird Scotts Valley mit Zero-Motorrädern ausgestattet, heute nutzen über 80 Polizei- und Parkbehörden in den USA die Elektromotorräder für ihre tägliche Arbeit.

2012: Reichweite wird dreistellig

Zum ersten Mal erreicht die Reichweite für Stadtfahrten eine dreistellige Zahl: 183 km. Dieser Erfolg ist einer neuen Batterietechnologie zu verdanken, die anstelle von zylindrischen Zellen „Beutelzellen” verwendet. Gleichzeitig kann die Batterielebensdauer (auf Ladezyklen basierend) jetzt ohne Probleme ein ganzes »Motorradleben« lang überdauern. Die Motorräder erhalten eine bürstenlosen Motor sowie einen einfachen und zuverlässigen Controller.

2013: Z-Force– Batterie, Motor und App komplett neu

Die Einführung des »Zellengehäuses« als Batteriestruktur ermöglicht den Austausch den Batterien sowie unterschiedliche Kapazitäten durch modulare Verwendung mehrerer Zellen. Das komplette Zero-Antriebssystem wird auf 102 Volt umgestellt. Ein neuer, selbst entwickelter luftgekühlter Motor wird eingeführt sowie eine Bluetooth-App, die dem Nutzer die Möglichkeit bietet, Leistungsparameter über das Smartphone individuell einzustellen.

2015: Hochwertige Komponenten und ABS

Standard-OEM-Komponente führe Zero-Motorräder an den Mainstream heran: Pirelli-Reifen, komplett einstellbarer Showa-Federelemente und ABS von Bosch.

2016: Mitarbeiterzahl steigt auf 150

Das Supermoto FXS liefert bei einem Gewicht von unter 140 Kilogramm ein Drehmoment von 95 Nm. Ein weiteres neues Modell, das Dualbike Zero DSR bietet sogar 144 Nm. Ein neuer Z-Force IPM-Motor (interner Permanentmagnetmotor) verspricht Einfachheit, Langlebigkeit und eine bessere Leistung.

Mit dem »Charge Tank« gibt es eine Schnellladeoption, die es ermöglicht, die sich zunehmend ausbreitenden öffentlichen Level-2-Ladestationen zu nutzen und die Ladezeit auf zwei bis drei Stunden zu reduzieren.

Zum Jubiläum gibt es ein Sondermodell, ein auf der DSR basierendes Adventurebike mit Schnelllademöglichkeit durch integrierten Charge Tank, einer Dual-Sport-Windschutzscheibe, Gepäckträger und Handprotektoren.

2016 beschäftigt Zero Motorcycles 150 Mitarbeiter.

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