BMW Motorrad Laserlicht

BMW zeigt Zukunftstechnologien fürs Motorrad

Im Rahmen der Consumer Electronics Show CES in Las Vegas hat BMW Motorrad Technologien vorgestellt, die künftig für mehr Sicherheit auf dem Motorrad sorgen könnten: Laserlicht sowie einen Helm mit Head-Up-Display.

Laserlicht

Eine deutlich verbesserte Sicht bei Nachtfahrten versprechen Laserlicht-Scheinwerfer. Ihr Licht ist besonders hell und reinweiß und soll so eine präzise Ausleuchtung der Fahrbahn gewährleisten. Zudem soll die Fernlichtreichweite mit bis zu 600 Metern mehr als doppelt so groß sein wie bei herkömmlichen Systemen.

BMW zeigte die neue Technologie an Bord eines Konzeptfahrzeugs vom Typ K 1600 GTL. Nach der Einführung des adaptiven Kurvenlichts mit den Sechszylindermodellen versteht der Hersteller das Laserlicht als konsequenten nächsten Schritt in der Optimierung der Beleuchtungseinrichtung von Motorrädern, um die Sicherheit bei Nachtfahrten zu erhöhen.

  Simulation der Fahrbahnausleuchtung mit herkömmlichen Leuchtmitteln (l.) und mit Laserlicht.
Adaptiert wurde die Technologie aus der Automobilsparte von BMW, wo derzeit der neue 7er sowie das Elektroauto i8 mit dieser Technologie verfügbar sind. Im Motorradbereich hätte das Laserlicht neben der enormen Leuchtkraft die Vorteile der kompakten Bauform, Wartungsfreiheit und enormen Robustheit.Einem Einsatz in der Serie steht derzeit noch der Kostenfaktor im Wege. BMW geht davon aus, Laserlicht für Motorräder erst dann anbieten zu können, wenn sich die Technologie auf breiter Front im Automobilbereich durchgesetzt hat, so dass durch den Stückzahleffekt marktgerechte Preise realisiert werden können.

Helm mit Head-Up-Display

Ursprünglich für die Cockpits von Kampfjets entwickelt, mittlerweile in Oberklasse-Pkw verfügbar, sollen Head-Up-Displays nun bald auch Motorradfahrer ablenkungsfrei über wichtige Parameter der Fahrsituation informieren.Head-Up-Displays (»Kopf oben«) projizieren ausgewählte Informationen direkt ins Sichtfeld des Fahrers, so dass dieser den Kopf nicht zu den Instrumenten neigen muss. Damit wird eine permanente Beobachtung des Verkehrsgeschehens möglich.Die Projektion der Informationen erfolgt bei der in Las Vegas vorgestellten Helmstudie auf eine Scheibe hinter dem Visier. Die gezeigten Informationen sollen nach dem Willen der Entwickler frei programmierbar sein, wobei das Einblenden sicherheitsrelevanter oder für die aktuelle Fahrsituation bedeutsamer Informationen Vorrang haben sollte.Die Anzeigemöglichkeiten umfassen Informationen, etwa über den technischen Status des Motorrads hinsichtlich Reifendruck, Öl- und Tankfüllstand, Fahrgeschwindigkeit und eingelegten Gang, Speedlimit- und Schildererkennung sowie die Warnung vor einer Gefahrenstelle.

  Studie eines Helms mit Head-Up-Display und zwei Kameras (l.), Beispiel für eingespiegelte Informationen.
Über zukünftige V2V-Kommunikation (Vehicle-to-vehicle) eröffnet sich zudem die Möglichkeit, Informationen in Echtzeit einzublenden, um so beispielsweise rechtzeitig vor plötzlichen Gefahrensituationen zu warnen.Darüber hinaus bietet das Head-Up Display auch die Möglichkeit zur Einblendung sinnvoller Inhalte zur Steigerung des Fahrkomforts. Beispielsweise die vor Fahrtbeginn geplante Route und Navigationshinweise.Über diese Funktionen hinaus sieht man bei BMW zahlreiche weitere Möglichkeiten. So ermöglicht die in den Helm integrierte, nach vorn gerichtete Kamera die Aufzeichnung von Fahrtvideos direkt aus dem Helm heraus. Eine zweite, nach hinten gerichtete Kamera könnte in Zukunft die Aufgabe eines »digitalen Rückspiegels« übernehmen. Last, but not least ermöglicht diese Technologie auch die Visualisierung anderer Fahrer aus einer Motorradgruppe. Der Fahrer kann so erkennen, wo sich seine Freunde gerade befinden.Die Steuerung des mit einem integrierten Minicomputer sowie integrierten Lautsprechern ausgestatteten Helms erfolgt über den Multicontroller von der linken Lenkerarmatur aus. Die erforderliche Technologie zur Anzeige von Informationen kann in bestehende Helme integriert werden. BMW Motorrad will die Head-Up-Technologie innerhalb der kommenden Jahre zur Serienreife bringen.

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