Der Sturm nach der Ruhe

Schlechtes Wetter beherrscht weiterhin das Programm der diesjährigen Dakar. Der Ruhetag gestern im argentinischen Salta ist traditionell notwendig, um die Blessuren an Fahrzeug und Fahrern zu behandeln. Für einige Favoriten hingegen ist schon jetzt Schluss.

Nachdem die erste Etappe aufgrund der starken Regenfällen und der schlechten Straßenverhältnissen neutralisiert wurde, entschied sich die Rennleitung auch für den zweiten Tag für eine Verkürzung der Wertungsprüfung um 100 Kilometer. Toby Price (KTM), Ruben Faria (Husqvarna) und Alain Ducios (Sherco) kamen als erste ins Ziel. Eine Zeitstrafe lies Štefan Svitko auf den fünften Rang zurückfallen. Auch die dritte Etappe wurde wegen Erdrutschen und unpassierbaren Pisten verkürzt. Joan Barreda Bort war der Schnellste, eine Zeitstrafe wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung in einer geschlossenen Ortschaft von einer Minute fiel er auf den fünften Platz zurück. Darum platzieren sich am Ende des Tages mit Kevin Benavides und Paulo Gonҫalves zwei Hondapiloten vor Anttoine Méo (KTM). Joan Barreda Bort ist schnell, in Ortschaften zu schnell, er bekommt auch in der vierten Etappe eine Zeitstrafe und verliert damit den Etappensieg. Im Ziel sind daher Paulo Gonҫalves und Kevin Benavides, beide Honda, vor Ruben Faria (Husqvarna) gewertet. Im Zuge der Marathonetappe durften die Mechaniker im Fahrerlager von San Salvador de Jujuy keine Reparaturen an den Fahrzeugen durchführen. Zum ersten Mal galt dies in diesem Jahr auch für die Fahrer. Die fünfte Etappe rückt die Verhältnisse im Sinne von KTM wieder zurecht. In der Reihenfolge Toby Price, Štefan Svitko und Matthias Walkner stehen drei KTM-Fahrer ganz vorne. Die sechste Etappe der Dakar selektiert das Feld der Spitzenfahrer. Joan Barreda Bort musste sich wegen Motorproblemen von seinen Teamkollegen Paolo Ceci ins Ziel schleppen lassen und fällt auf Platz 70 zurück. Ruben Faria stürzt und muss wegen Handverletzungen aufgeben. Schon vor dem Start zwingt ein Bänderriss Ivan Jakeš, siebter in der Gesamtwertung, die Dakar abzubrechen. Toby Price, Matthias Walkner und Paulo Gonҫalves sind die erster drei im Ziel. Auch auf der siebten Etappe der Dakar bringt Dramatik und Unglücke. Der zweite Teil der Wertungsprüfung für Motorräder und Quads wird wegen Schlechtwetter abgesagt. Matthias Walkner, bis dahin dritter in der Gesamtwertung, stürzt kurz nach Beginn der Etappe und bricht sich den Oberschenkel. Spitzenreiter Paulo Gonçalves leistete Erste Hilfe und verliert dadurch elf Minuten, die ihm später von der Rennleitung wieder gutgeschrieben werden. Joan Barreda Bort scheidet wegen Motorprobleme aus. Ein Zuschauer wird von einem Rallyefahrzeug erfasst und stirbt.

Die Gesamtwertung bei den Motorrädern führt Toby Price (KTM) vor Paulo Gonçalves (Honda) und Štefan Svitko (KTM). Auf den weiteren Plätzen liegen Antoine Méo (KTM), Kevin Benavides (Honda),  Hélder Rodrigues (Yamaha) und Pablo Quintanilla (Husqvarna).

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