Ducati Testastretta DVT

Ducati Testastretta DVT

Mit dem neuen Testastretta DVT-Motor verbindet Ducati die markentypische Desmodromic mit einer variablen Ventilsteuerung. Eine verbesserte Laufkultur, mehr Drehmoment in allen Drehzahlbereichen und eine höhere Leistung sollen die deutlich spürbaren Effekte sein.

Mit der Desmodromic verfügt Ducati über ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Bereits 1956 entwickelt, kommt die Zwangssteuerung des Auslassventils seit Jahrzehnten bei allen Twins aus Bolgona zum Einsatz. Nicht nur das Öffnen der Ventile erfolgt bei diesem Prinzip über Kipphebel, das Auslassventil wird anstatt vom Federdruck ebenfalls per Hebel geschlossen. Präzise Steuerzeiten bei hohen Drehzahlen und relativ großen Ventilhüben ließen sich durch diesen konstruktiven Kniff verwirklichen.

Nur einen Haken hatte das erfolgreiche System: Variable Steuerzeiten, realisiert durch veränderbare Drehwinkel der Nockenwelle, wie sie für eine optimalen Wirkungsgrad des Motors über das gesamte Drehzahlband unumgänglich sind, schienen mit der Desmodromic bislang unvereinbar.

Animation des DVT-Twins (Promotion-Video von Ducati)

Den Entwicklern bei Ducati ist es nun gelungen, beide Technologien im neuen DVT-Motor (Desmodromic Varable Timing) zu vereinen. Mit dem Ergebnis zeigt man sich in Bologna durchaus zufrieden. So soll der neue 1200 Kubikzentimeter große Twin über das gesamte Drehzahlband etwa 10 Prozent mehr Drehmoment liefern. Das Maximum wuchs auf 136 Nm gegenüber 124 Nm beim Vorgänger. Bei der Spitzenleistung ist ein Zuwachs von 10 Zählern auf 160 PS bei 9500 Touren zu verzeichnen.

  Variable Nockenwellen und Zylinderkopf des neuen Testastretta DVT-Motors von Ducati.
Das beachtliche Erstarken des Zweizylinders soll laut Ducati mit einem um rund acht Prozent niedrigeren Kraftstoffverbrauch einhergehen. Und auch die Laufruhe, besonders bei niedrigen Drehzahlen, soll sich deutlich verbessert haben. Für den einschlägigen Index wird eine Verbesserung um 78 Prozent angegeben.Die variablen Nockenwellen arbeiten für die Ein- und Auslassventile unabhängig. Je nach aktueller Drehzahl lassen sich so die für einen effizienten Ladungswechsel jeweils idealen Öffnungen der Ventile realisieren.Noch unbestätigt sind Meldungen, nach denen der DVT-Motor in der neuen Multistrada 1200 sowie in der überarbeiteten Panigale-Baureihe – zu sehen ab 3. November auf der Eicma in Mailand – zum Einsatz kommen.

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