Eindhoven University of Technology: Electric motorcycle Storm Pulse

Elektrotourer Storm Pulse

In einer interdisziplinären Arbeitsgruppe ist an der Eindhoven University of Technology das Projekt »Storm Pulse« entstanden. Das Elektromotorrad, das dediziert als Tourer konzipiert wurde, hatte unlängst seinen Rollout und soll nun auf Weltreise gehen.

In 80 Tagen um die Welt? Was zu Jules Vernes Zeiten noch als ultimative Herausforderung für Reisende galt, steht heute eher für ein gemächliches Tempo der Erdumrundung. Nichtsdestotrotz will ein Projektteam der Eindhoven University of Technology bald auf den Spuren von Phileas Fogg auf Reisen gehen.

Die Nachwuchswissenschaftler möchten mit der für 2016 angesetzten Weltumrundung die Leistungsfähigkeit ihres Elektromotorrades Storm Pulse belegen. Denn anders als die meisten Elektrozweiräder ist die Maschine der niederländischen Studenten nicht ausschließlich als Fahrzeug für die urbanen Räume oder Sportgerät konzipiert, sondern ausdrücklich als Tourer.

  Projektbike Storm Pulse mit modularem Batteriesystem.
Im Erscheinungsbild zeichnet sich dieser Einsatzzweck durch die weit ausladende Verkleidung und eine hochgezogene Scheibe ab. Auch das Fahrwerk wurde mit einer komfortbetonten Abstimmung auf Langstreckentauglichkeit ausgelegt.Dem Reichweitenproblem wollen die Entwickler mit einem modularen Batteriekonzept begegnen. Während für sportlichen Einsatz oder den Betrieb auf Kurzstrecken nur 12 Batteriemodule verwendet werden, kann der Pilot für die große Tour auf 24 Zellen aufstocken. Der Umbau soll sich in sieben Minuten bewerkstelligen lassen. Bereits nach 38 Minuten sollen im Schnelllademodus 80 Prozent des Energiespeichers wieder gefüllt sein. Für einen Standardladevorgang, der die Lithium-Ionen-Akkus zu 100 Prozent wieder lädt, werden acht Stunden veranschlagt. Rund 380 Kilometer soll der Fahrbereich der Storm Pulse betragen, wenn alle 24 Zellen voll geladen sind.Um die kostbare Energie möglichst effizient zu verwerten, haben die Nachwuchstüftler einen besonders reibungsarmen Antriebsstrang entwickelt. Zentrales Element des Leichtmetallchassis ist der Batterieträger, an dem ein Hilfsrahmen verschweißt ist. Im hinteren Teil nimmt die Konstruktion eine herkömmliche Zweiarmschwinge auf, als Vorderradführung dient eine Konstruktion, die dem Telelever von BMW ähnelt. Bei einem Leergewicht von 160 Kilogramm soll die Storm Pulse startklar im Touringmodus  340 Kilogramm auf die Waage bringen. Insgesamt haben 30 Studenten aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen am Projekt Storm Pulse mitgearbeitet. Neben der Konstruktion galt es strategische Aspekte ebenso zu berücksichtigen wie wirkungsvolle PR-Werkzeuge zu erarbeiten. Im Rahmen des Projekts konnten die Nachwuchsakademiker wertvolle Erfahrungen zur Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams sammeln, wie sie in den Entwicklungsabteilungen der Industrie üblich sind. Weitere Informationen

Suche im News-Archiv

TF-Sonderhefte

Motorrad-Paradies Alpen
10 Traumstrecken, die schönsten Pässe, Touringtipps für Motorradfahrer.  Mehr


50 Jahre Kawasaki
Rückblick auf 50 Jahre Kawasaki in Deutschland: Meilensteine, Motorräder, Menschen. Mehr


Motorrad-Gebrauchtkauf
Ratgeber mit 36 Bikes in ausführlichen Portraits sowie Tipps zu Technik und Recht. Mehr


Honda Spezial
Aktuelle Modelle, Technik, Historie, Sport – alles rund um die faszinierende Motorradmarke. Mehr


Motorrad-Paradies Frankreich
Die schönsten Reiserouten in Frankreich. Dazu Tipps für unterwegs und Sprachführer. Mehr


Motorradmenschen
33 faszinierende Menschen, für die ein Leben ohne Motorrad undenkbar wäre, im Portrait. Mehr