Motorrad-Winterreise Mongolei | Thermobekleidung

Motorrad-Winterreise Mongolei #9

Es geht los!

Andreas Hülsmann und Rainer Krippner haben die erste 220 Kilometer lange Etappe von Ulaan Baatar nach Darchan bewältigt. Die Maschinen haben sich tapfer geschlagen, doch bei -28°C kommt die Thermobekleidung langsam an ihre Grenzen.

Ulaan Baatar 9:30 Uhr. Die kleine Dayun und das Gespann stehen auf der Straße. Die Nacht haben sie in einem beheizten Parkhaus verbracht, was das Packen der Motorräder und das Startprozedere wesentlich angenehmer macht. Die Temperatur  draußen beträgt -28°C. Unser minimales Ziel heute: Darchan, eine Stadt ca. 220 Kilometer nordwestlich von Ulaan Baatar. Ich sitze dick verpackt auf der 800er und der gefühlte Status: absoluter Anfänger. Irgendwo drückt noch ein Stiefel, der Helm ist mit Halstuch und Sturmhabe auch noch keine wirkliche Einheit, und die Handschuhstulpen lassen sich einfach nicht über die Ärmel der Jacke ziehen. Was uns noch fehlt ist Routine.

Das textile Bollwerk gegen die Kälte ist vielschichtig. Ganz vorne an der Front steht der A4 Nordkap von Art-for-function. Die Thermokombi war schon auf der Skandinavien-Reise im Winter vor zwei Jahren dabei, wo sich Jacke und Hose sehr  erfolgreich gegen den Frost stemmten.

Aber bei knapp -30°C braucht der A4 Unterstützung. Dabei gehen wir unterschiedliche Wege. Für den ersten Fahrtag setzt Rainer auf die heizbare Thermowäsche von Keis sowie die Funktionsunterwäsche Down X von Rukka.

Meine Thermozone in Körpernähe besteht ebenfalls aus der Daunenkombi Down X sowie Pullover und Unterhose von Woolpower. Die untersten Extremitäten vertraue ich den GlacierXT von Sorel an (der Hersteller hat diesen Schuh für eine Temperatur von bis zu -73,3°C ausgelegt). Die Hände schützen Lenkerstulpen von Touratech und heizbare Handschuhe von Keis.

Schon auf den ersten Metern zeigt sich, wie unverzichtbar ein Heizvisier ist. Auf den winterlichen Skandinavien-Touren wurde die Heizscheibe kaum gebraucht, aber jetzt hat das HJ-17-Visier von HJC viel zu tun, das Blickfeld eisfrei zu halten.

Am Ende des Tages haben wir Darchan erreicht. Sieben Stunden waren dafür nötig. Mehr als 60 km/h sind bei den schlechten Straßenverhältnissen in der Mongolei mit dem Gespann nicht drin. Das arme Dreirad musste durch einige – unausweichliche – tiefe Löcher im Asphalt.

Zum Ende des Tages hat es die Kälte geschafft, sich bei mir an den verschiedenen Schutzwänden vorbei zu mogeln, wobei sich Rainers heizbare Bekleidung resistenter gegen die Kälte zeigte.

Die Motorräder haben für die Nacht einen Platz in der beheizten Hotelgarage gefunden, wo immerhin eine Temperatur von -6°C herrscht. Im Hotel selbst sind es 25°C plus, was einen Unterschied von fast 50°C gegenüber der Außentemperatur ausmacht. So ein Wechselbad trifft dich jedes Mal wie ein Hammer.

Morgen wollen wir die 300-Kilometer-Marke knacken. Das bedeutet, früh aufstehen und hoffen, dass der Startvorgang nicht allzu lange dauert, denn es braucht eine Weile, bis die einzelnen Schichten angezogen und verkabelt sind, da fehlt uns noch etwas die Übung.

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