Windkanalversuche mit der BMW S 1000 RR mit einem 3D-Modell von Eugene Laverty

Aerodynamische Optimierung der BMW S 1000 RR

Eugene Laverty als 3D-Modell im Windkanal

BMW Motorrad hat die coronabedingte Pause der WorldSBK genutzt, um weiter an der Aerodynamik der S 1000 RR zu feilen. Um eine möglichst realistische Simulation im Windkanal zu erhalten, wurde ein 3D-Modell von Top-Fahrer Eugene Laverty erstellt.

Bei der hohen Leistungsdichte im Spitzenmotorsport spielt die Aerodynamik eine wichtige Rolle. Alle internationalen Teams schicken Spitzenfahrer ins Team, so dass der Luftwiderstand des Motorrades zu einem entscheidenden Faktor werden kann. Und es ist nicht das Bike allein, das strömungstechnisch optimiert werden muss – vielmehr geht es um die Kombination aus Mensch und Maschine.

Um eine perfekte Simulation im Windkanal zu erhalten, haben die Ingenieure von BMW Motorrad Motorsport deshalb eine innovative Methode eingesetzt. Werksfahrer Eugene Laverty nahm auf der S 1000 RR seine perfekte Fahrposition ein. In dieser Haltung vermaßen ihn die Entwickler mit einem 3D-Scanner. Auf Basis der gewonnenen Daten konnte ein Modell des Fahrers aus Kunststoff angefertigt werden. Die Detailtreue des Abbilds erfasst jede Kontur des Helms, jede Naht und jede Falte der Lederkombi.

Windkanalversuche mit der BMW S 1000 RR mit einem 3D-Modell von Eugene Laverty
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Windkanalversuche mit der BMW S 1000 RR mit einem 3D-Modell von Eugene Laverty

  Windkanalversuche mit der BMW S 1000 RR mit einem 3D-Modell von Eugene Laverty

Mehr als 50 Testläufe hat das Mensch-Maschine Modell bereits absolviert. Geschwindigkeiten bis zu 255 Stundenkilometer hat der 2600 PS starke Lüfter dabei im Windkanal simuliert.

Die Ergebnisse sind so überzeugend, dass die Techniker bereits Lavertys Teamkollegen Tom Sykes eingeladen haben. Sobald es die Reisebeschränkungen zulassen, wird dieser nach München kommen und ebenfalls Modell sitzen.

Laverty zumindest scheint jede Menge Spaß an der Session gehabt zu haben: »Er ist nur ein bisschen blasser als meine irische Gesichtsfarbe«, verweist Laverty lachend auf den hellen Kunststoff, aus dem das Modell besteht. »Nein, Spaß beiseite. Es war zwar etwas ungewöhnlich, so lange auf dem Motorrad zu sitzen und rundherum aus allen Winkeln mit einem 3D-Scanner vermessen zu werden. Doch das Ergebnis ist großartig: So kann ich jederzeit meinen Beitrag dazu leisten, unsere RR schneller zu machen, ohne dafür persönlich in München vor Ort zu sein. Sich selbst als so detailgetreues Modell zu sehen, ist etwas Besonderes und nicht alltäglich.«

Seinen ersten Einsatz nach der Zwangspause wird das WorldSBK-Team von BMW am ersten August-Wochenende haben. Dann wird im spanischen Jerez de la Frontera die nach dem Auftakt in Australien unterbrochene Saison der FIM Superbike World Championship fortgesetzt.

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