Honda: Alurahmen mit Carbonverstärkung

Leicht und günstig

Honda: Alurahmen mit Carbonverstärkung

Honda will künftig Carbonverstärkungen in Aluminiumrahmen integrieren. Auf einen entsprechenden Verbundrahmen hat der japanische Motorradhersteller jüngst ein Patent erteilt bekommen.

Wenn es um ultimativen Leichtbau geht, ist Kohlefaserlaminat der Werkstoff der Wahl. Doch das hochfeste und superleichte Material hat einen entscheidenden Nachteil: Er ist extrem teuer. Im Motorsport oder bei exklusiven Fahrzeugen wie BMW HP4 oder Ducati 1299 Superleggera spielt dieses Manko keine Rolle, für die Volumenmodelle sind jedoch marktgerechte Preise gefragt.

Honda hat nun einen Weg gefunden, den Gewichtsvorteil von Laminatbauteilen zu nutzen, ohne den Fahrzeugpreis in horrende Höhen zu treiben. Die Japaner verstärken konventionelle Alurahmen an besonders beanspruchten Partien gezielt mit Carbonteilen.

Honda: Alurahmen mit Carbonverstärkung
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Honda: Alurahmen mit Carbonverstärkung

  Pos. 40 zeigt das Carbonrohr, das zwischen den beiden Rahmenprofilen verklebt ist.

Auf jetzt veröffentlichten Patenskizzen lässt sich das Prinzip erkennen. In den Alurahmen einer CBR 600 RR ist ein Rohr zwischen den beiden Hauptrahmenprofilen eingeklebt (Pos. 40 in den Skizzen). Dieses verleiht der Struktur zusätzliche Steifigkeit, weshalb die Wandstärke der Aluminiumprofile geringer ausfallen kann – was sich in niedrigerem Gewicht auswirkt.

Honda will die neue Technologie zur Serienreife entwickeln und bei verschiedenen Motorradtypen nutzen; also nicht nur im Supersportsegment.

Bilder: United States Patent and Trademark Office

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