Keine Zukunft für Bimota by Wilbers

Keine Zukunft für Bimota by Wilbers

Unter schwierigen Bedingungen angelaufen, währte sie bis zum abrupten Ende nicht einmal ein Jahr: Die Kooperation der italienischen Edelschmiede Bimota und dem Distributor Bimota by Wilbers.

Überrascht und enttäuscht gaben sich Benny Wilbers und Burkhard Stember, die Geschäftsführer der Bimota by Wilbers GmbH, über den plötzlichen Entzug der Vertriebslizenz durch den italienischen Hersteller Bimota . Extra zu diesem Zwecke gegründet, war die Gesellschaft vor rund einem Jahr angetreten, den Vertrieb der edlen Motorräder aus Rimini in Deutschland und den Benelux-Ländern zu reorganisieren.

Querelen mit Alt-Importeur Stefan Prein, der sich weiterhin als einzig autorisierter Distributor betrachtete, überschatteten den Start der Unternehmung. Nachdem Prein die zunächst angekündigten rechtlichen Schritte gegen die Bimota by Wilbers GmbH zurückgezogen hatte, schien einem erfolgreichen Neustart nichts mehr im Wege zu stehen.

  Abgeschoben: Bimota will nicht länger mit dem Importeursduo Benny Wilbers (li.) und Burkhard Stember zusammenarbeiten.Doch auch unter den neuen Eigentümern blieb die Edelmarke von der Adria alten (schlechten) Gewohnheiten verhaftet. So verzögerte sich die Auslieferung des Topmodells BB3, auf dem viele Erwartungen ruhten. Zudem hapert es bei der Implementierung eines Qualitäts-Management-Systems, das Voraussetzung für die EU-Zulassung der Fahrzeuge ist.Der Grund für die überraschende Aufhebung der Kooperation mit Wilbers durch das neue Management in Rimini liegt jedoch offenbar in Meinungsverschiedenheiten über die Vermarktung der BB3 im Rennsport. Während Wilbers und Stember, die mit der Triple Tuning GmbH ein BMW-Entwicklungsteam in der Superbike IDM betreiben, eine »Plug-and-Play«-Lösung für das BMW S 1000 RR-Aggregat samt Elektronik für das Bimota-Chassis favorisierten, konnte man sich jenseits der Alpen für dieses Konzept offenbar nicht erwärmen – und warf gleich die gesamte Zusammenarbeit über den Haufen.Wie die Italiener ihre Bikes auf dem wichtigen deutschen Markt in Zukunft vertreiben wollen, war bislang nicht in Erfahrung zu bringen. Alt-Importeur Prein dürfte nach seiner ebenfalls unsanften Demission wohl bestenfalls verhaltenes Interesse zeigen – obwohl seine Bimota-Deutschland-Seite nach wie vor online ist.

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