MV-Agusta President Giovanni Castiglioni (l.) und CEO Timur Sardarov

MV Agusta: Expansion dank Finanzspritze

Mit einer kräftigen Finanzspritze seitens der Anteilseigner soll die italienische Motorradmarke MV Agusta weiter konsolidiert werden. Vertrieb und Service sollen gestärkt werden, und auch in die Entwicklung will das Management kräftig investieren.

Obwohl bereits im November vergangenen Jahres der Abschluss der Restrukturierungen verkündet worden war, haben die Eigentümer von MV Agusta, der russische Fonds ComSar Invest, unlängst erneut 40 Millionen Euro in das Vareser Unternehmen gesteckt. Damit summieren sich die in diesem Jahr bislang getätigten Investitionen auf 50 Millionen Euro. Im Zuge des Investments wurde auch bekannt, dass der bisherige Firmenchef Giovanni Castiglioni die neue Funktion »President« bekleiden wird, während Timur Sardarov, Chef von ComSar Invest, die Position des Chief Executive Officer und Vorstandsvorsitzenden übernommen hat.

Mit dem neuen Geld möchte man die Servicequalität verbessern. Vor allem bei Verfügbarkeit und Lieferzeit von Ersatzteilen sieht man noch Potenzial. Und auch das Vertriebsnetz steht vor einer Umstrukturierung. Geplant ist, die Zahl der Händler zu reduzieren, um es im Gegenzug besonders erfolgreichen Händlern zu ermöglichen, ihr Vertriebsgebiet zu vergrößern.

Außerdem will MV Agusta verstärkt auf Ein-Marken-Händler setzen, um die Exklusivität der Marke zu unterstreichen. Noch diesen November soll der erste Flagship Store in Moskau eröffnet werden, ein weiterer im Laufe des kommenden Jahres in London, und nochmals sechs Stützpunkte bis Ende 2019 in noch nicht näher bezeichneten Metropolen.

MV Agusta Brutale 1000
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MV Agusta Veloce

  Die neue MV Agusta Brutale 1000 mit 212 PS (l.) und die Veloce – eine Hommage an die Werksrenner vergangener Epochen

Hohe Priorität hat in den Plänen des Managements auch der Ausbau der Modellpalette. Nachdem die Dreizylinderbaureihe mit Maschinen zwischen 675 und 800 Kubikzentimetern aktuell gut aufgestellt ist, will MV Agusta nun bei den 1000er Vierzylindern in die Offensive gehen.

Mit der neuen Brutale 1000 gab es auf der EICMA bereits einen Vorgeschmack. Die unverkleidete Maschine soll mit ihrem 212 PS starken Triebwerk locker die 300-km/h-Marke knacken.

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Das Bild zeigt MV-Agusta President Giovanni Castiglioni (l.) und CEO Timur Sardarov.

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