Yamaha YZF-R3 und Yamaha WR 250 F

Neue Yamaha-Modelle unter 500 Kubik

Neben der Mittelklasse rückt das Segment gleich oberhalb der Einsteigerbikes bei den Herstellern verstärkt in den Fokus. Folgerichtig präsentiert Yamaha mit der R3 einen komplett neuen Mini-Supersportler sowie eine gründlich überarbeitete Enduro WR 250 F.

Die ganz großen Hubräume sind nicht mehr das Maß aller Dinge. Attraktivere Führerscheinregelungen wie die Anhebung des Einsteiger-Hubraums vor einigen Jahren auf 125 Kubik sowie die ganz neue 48-PS-Klasse haben den Fokus der Kundschaft wieder auf Bikes mit kleineren Motoren gelenkt.

Erfreulicherweise haben die Hersteller reagiert und in der jüngsten Vergangenheit zahlreiche attraktive Modelle entwickelt, die beweisen, dass Motorradfahren nicht erst mit einer Spitzenleistung jenseits der 100 PS anfängt, Spaß zu machen. Pfiffige Konzepte, hochwertige Komponenten und sorgfältiges Design machen die kleine und die Mittelklasse für Anfänger ebenso interessant wie für altgediente Motorradfahrer, die sich nach neuer Leichtigkeit sehnen.

Besonders heiß umkämpft ist das Segment der kleinen Supersportler. Diese noch sehr junge Klasse, ursprünglich meist von 250er Singles angetrieben, erstarkte im Laufe der letzten Saison auf rund 300 Kubik. Während Honda mit der CBR 300 noch einen Single ins Rennen schickt, setzt Kawasaki mit der kleinsten Ninja bereits auf einen Reihenzweizylinder.

Yamaha YZF-R3

Dieses Antriebskonzept hat auch Yamaha für die neue YZF-R3 gewählt. Ein 321 Kubik großer Twin mit einem Bohrung-Hub-Verhältnis von 68 × 44,1 Millimetern leistet 42 PS bei 10.750 Umdrehungen in der Minute. Mit diesem Wert positioniert Yamaha die R3 gleich mal (fast) an der Spitze des Segments.

  Die neue Yamaha YZF-R3 schließt die Lücke zwischen dem Einsteigermodell YZF-R 125 und der supersportlichen R6.Die Kawasaki fällt mit 39 PS nur knapp ab, während die Honda mit 31 Pferdestärken deutlich zurückbleibt. Geringfügig stärker ist unter den Mini-Sportlern nur die KTM RC 390 mit 44 PS, die aber auch über einen nochmals größeren Hubraum (373 cm3) verfügt.

  Yamaha R3: Vorne und hinten Einscheibenbremse mit ABS, kurzer, tief montierter Endschalldämpfer und Notsitz für einen Passagier.
In Sachen Gewicht findet sich die Yamaha mit 169 Kilogramm fahrfertig exakt zwischen Honda (164 kg) und Kawasaki (174 kg).Mit Doppelschleifenrahmen, konventioneller 41er Teleskopgabel und einem über Hebel angelenkten Zentralfederbein bietet die 300er YZF Klassenstandard. Gebremst wird wie bei den Mitbewerbern mit je einer ABS-unterstützten Scheibenbremse vorne und hinten.

Yamaha WR 250 F

Freunden des gemäßigten Endurofahrens offeriert Yamaha mit der überarbeiteten WR 250 F nun ein deutlich attraktiveres Fahrzeug in der kleinsten Viertaktklasse. Basierend auf der Technik des 250er Crossmodells, verfügt die WR nun über einen leicht nach hinten geneigten Zylinder, bei dem der Gasfluss umgekehrt stattfindet. Die Einspritzanlage speist das Gemisch an der Frontseite des Zylinders ein, die Abgase entweichen nach hinten.

  Die neue WR 250 F ist mit dem gedrehten Motor aus dem Crossmodell, Alurahmen, hochwertigen Fahrwerkskomponenten und einem Startgewicht von 118 Kilogramm ein attraktives Angebot für Hobbyenduristen.
Neben der Zentralisierung der Massen bietet dieses Konstruktionsprinzip den Vorteil eines besonders geradlinigen Ansaugtraktes, wodurch Strömungsverluste reduziert werden und eine bessere Füllung des Zylinders zu erreichen ist. Alu-Schmiedekolben, Nockenwellen und gehärtetes Pleuel sind Komponenten die sich der Enduromotor mit dem Sportmodell teilt. Ein gegenüber dem Crosser vergrößertes Ölvolumen sowie eine endurotypische Abstimmung plus leisem Endschalldämpfer sollen die WR standfest und fit für ihr spezifisches Einsatzgebiet machen.

  Geradliniger Ansaugtrakt für optimale Füllung durch den nach vorne verlegten Einlass (l.). Der Mehrkammerschalldämpfer aus Aluminium soll in Verbindung mit einem adaptierten Mapping für eine kernige Enduro-Charakteristik sorgen.
Auch beim Chassis bietet die Viertelliter-Enduro zahlreiche Komponenten, die lange den Wettbewerbsmodellen vorbehalten waren. Hierzu gehören der Doppelschleifenrahmen aus Aluminium ebenso wie die Upside-Down-Gabel mit getrennten Luft- und Ölkammern.Zu Leistung und Drehmoment des neuen Motors liegen leider noch keine Angaben vor, das Startgewicht wird mit erfreulich leichten 118 Kilogramm beziffert. Weitere Informationen

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