Neuer 50-Kubik-Zweitaktmotor für Peugeot Scooter 2019

Peugeot: Revival des Zweitakters

In gleich fünf Rollermodellen bringt Peugeot einen neuentwickelten Zweitaktmotor zum Einsatz. Das mit einer Einspritzanlage ausgestattete Aggregat erfüllt die Norm Euro 4.

Dafür, dass der Zweitaktmotor alle paar Jahre aufs Neue für tot erklärt wird, erfreut sich diese bewährte Motorenbauart einer erstaunlichen Lebendigkeit. Jüngst erst hat Peugeot einen komplett neu entwickelten Gemischschmierer mit 50 Kubikzentimetern Hubraum vorgestellt. Dass eingespritzte Aggregat treibt fünf Rollermodelle des Jahrgangs 2019 an.

Der wegen seiner Emissionen in Verruf geratene Zweitaktmotor bietet nach wie vor eine Menge Vorteile. Sein Wirkungsgrad ist bei den Verbrennungsmotoren unerreicht und auch sein einfacher Aufbau mit einer vergleichsweise geringen Zahl benötigter Bauteile macht ihn zu einem attraktiven Antrieb gerade für kleinvolumige und preisgünstige Fahrzeuge.

Und mit den qualmenden Knatterkisten vergangener Dekaden hat ein moderner Zweitaktmotor auch nichts mehr zu tun. Dank Einspritzung und Motormanagement ist seine Abgasentwicklung so weit unter Kontrolle, dass die aktuell geforderten EU-Normen erfüllt werden.

Nach KTM mit den TPI-Triebwerken investiert nun ein weiterer europäischer Hersteller in die Entwicklung zeitgemäßer Zweitakttechnik. Und dies ganzheitlicher Betrachtung des ökologischen Fußabdrucks der Technologie zu Recht. Denn: Der einfach aufgebaute Zweitaktmotor schneidet auch in Sachen Ressourcenverbrauch sehr gut ab. Wenig Teile heißt geringer Rohstoffbedarf, geringer Energieverbrauch in der Fertigung und überschaubarer Aufwand beim Recycling.

Die neuen Peugeot-Zweitakter verfügen über eine gemeinsam mit dem deutschen Automotive-Zulieferer Continental entwickelte Einspritzanlage. Diese soll den Kraftstoffverbrauch von 3,5 Litern des Vorgängermodells auf nur noch 2,9 Liter senken, was einer Einsparung von knapp 20 Prozent entspricht. Der Ölverbrauch konnte sogar um knapp 50 Prozent verringert werden. Zudem soll die Effizienz durch geringere Reibungsverluste verbessert werden. Hierzu kommen Nikasil-beschichtete Aluminiumzylinder und Mahle-Kolben mit Graphitbeschichtung zum Einsatz.

Zusätzlich erhält das neue Aggregat eine stärkere Lichtmaschine (160 W statt 90 W), eine leistungsfähigere Batterie sowie einen verstärkten Antriebsriemen.

Verwendung findet der neue 50-Kubik-Zweitakter zunächst in den Scootermodellen Peugeot Speedfight, Kisbee, Streetzone, Citystar und Django.

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