Italienische Motorradhersteller fahren Produktion nach Corona-Shut-down wieder hoch

Zwei Hersteller preschen vor

Re-Start der Motorradproduktion in Italien

Mit Piaggio und MV Agusta wollen zwei italienische Motorradhersteller die Produktion nach dem Corona-bedingten Shut-down wieder aufnehmen. Zum Schutz der Beschäftigten gelten jedoch strenge Hygieneregeln.

Analog zur Autobranche haben auch die Motorradhersteller ihre Produktion wegen der Corona-Pandemie heruntergefahren. Die Unternehmen wollen durch die Maßnahme einerseits ihre Mitarbeiter vor Ansteckung schützen, zum anderen ging es ihnen darum, unkontrollierte Betriebsunterbrechungen durch fehlende Zulieferteile zu vermeiden. Und last but not least sollte durch den Produktionsstopp die Bildung von Überkapazitäten vermieden werden, da der Motorradhandel brach lag.

Nach rund vier Wochen Produktionsstopp fahren die ersten Hersteller ihre Fertigung wieder hoch. In Norditalien, das von der Corona-Pandemie besonders betroffen ist, sind dies MV Agusta und der Piaggio-Konzern. Während MV Agusta noch keinen konkreten Termin für das Wiederanfahren genannt hat, will man bei Piaggio ab dem 4. Mai stufenweise die Produktion wieder aufnehmen. Darauf haben sich die Unternehmensführung und die Gewerkschaften geeinigt.

Die Mitarbeiter in Produktion und Verwaltung erhalten in regelmäßigen Abständen spezielle persönliche Schutzausrüstungen. Dazu zählen Schutzmasken, Handschuhe und, falls erforderlich, Schutzbrillen. Ferner werden Desinfektionsspender installiert. Piaggio wird fortlaufend Messungen der Körpertemperatur der Mitarbeiter durch externe Fachleute durchführen lassen und schrittweise den Einsatz von Thermo-Scannern einführen. Zudem sollen die Beschäftigten umfangreiche Informationen zu Präventivmaßnahmen sowie zur Früherkennung möglicher Covid-19-Symptome erhalten. Die Vereinbarungen gelten für die Werke Piaggio (Pontedera), Aprilia (Noale und Scorzè) und Moto Guzzi (Mandello del Lario).

Derzeit liegt die Produktion noch bei fast allen Motorradherstellern weltweit brach. Wann weitere Unternehmen nachziehen und ihre Fertigung wieder hochfahren werden, ist noch nicht bekannt.

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