Rüdiger Nehberg verstorben

Abenteurer und Aktivist

Rüdiger Nehberg verstorben

Als Extremreisender und Survival-Experte war Rüdiger Nehberg einer der Wegbereiter der Outdoor-Bewegung. Im Alter von 84 Jahren ist der Abenteurer, der sich auch als Menschenrechtsaktivist international einen Namen machte, gestorben.

Er ist zwar nie mit dem Motorrad verreist, und dennoch ist Rüdiger Nehberg auch in der internationalen Adventure Bike Szene eine Persönlichkeit mit Kultcharakter. Nachdem er in den 1950er-Jahren zahllose Fahradtouren rund um den Globus unternommen hatte, erlangte er ab den 1970er Jahren größere Bekanntheit durch seine furchtlosen Reisen. Er befuhr mehrmals den reißenden Blauen Nil mit einem kleinen Boot und überquerte mit einem Tretboot den Atlantik. Ebenfalls legendär ist seine 25-tägige Solo-Tour durch den Amazonas-Urwald mit einem Messer als einzigem Ausrüstungsgegenstand.

Nehberg schuf sich einen legendären Ruf als Survival-Experte und nutzte seine Bekanntheit zunehmend, um sich für bedrohte Völker und gegen die weibliche Genitalverstümmelung einzusetzen. Mit seinem Engagement trug er unter anderem maßgeblich dazu bei, dass den Yanomami-Indianern in Brasilien ein geschütztes Reservat zugestanden wurde.

Bis ins hohe Alter setzte Rüdiger Nehberg sein Engagement fort. In einem Fernseh-Interview sagte er einmal sinngemäß, er habe noch so viele Pläne, dass er gar keine Zeit habe, noch älter zu werden. Am 1. April ist Rüdiger Nehberg kurz vor seinem 85. Geburtstag verstorben.

Foto: Thilo Parg / Wikimedia Commons unter Lizenz: CC BY-SA 3.0

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