Superbike IDM 2015, Lauf 2 in Zolder

Superbike IDM | Lauf 2 in Zolder

BMW-Pilot Markus Reiterberger konnte beim Lauf in Zolder erneut beide Rennen für sich entscheiden. Mit vier Siegen aus vier Rennen führt er die höchste Wertungsklasse an. Weitere Doppelsiege gab es in den Klasse Superstock 1000 (Mathieu Gines )und SuperNaked (Kjel Karthin).

Nieselregen hatte die Qualifying-Ergebnisse am Samstag kräftig durchgemischt. Als am Sonntagmorgen die Sonne herauskam, ging es mit neuen Voraussetzungen in die Rennen. Der Circuit Zolder begeisterte nicht nur die Piloten: Auf den Tribünen, entlang der Strecke und auf dem Sakramente-Hügel hatten sich insgesamt 8.200 Zuschauer eingefunden, um die spektakulären Runden der Piloten zu verfolgen.

  Reiterberger (links) unangefochten an der Spitze, Cudlin mit Elektronikproblemen.

Superbike:Doppelsieg und Rundenrekord für Reiterberger

Yamaha-Pilot Damian Cudlin (Team Yamaha MGM) wäre wohl ein weiterer Schlechtwettertag auf dem Circuit Zolder lieber gewesen. Der Regenexperte sicherte sich bei der Superpole-Session am Samstag auf nassem Kurs den ersten Startplatz. In den Rennen hatte er jedoch wenig Glück. Die perfekten Bedingungen nutzte indes Markus Reiterberger (Van Zon-Remeha-BMW, BMW S 1000 RR), der von Position Drei startete. Im ersten Durchgang fiel Reiterberger nach einem missglückten Start zunächst auf die sechste Position zurück, arbeitete sich dann aber schnell wieder an die Spitze und fuhr den Sieg mit knapp zehn Sekunden Vorsprung nach Hause. Dabei stellte er obendrein einen neuen Rundenrekord von 1:30.638 Minuten auf. Hinter Reiterberger überquerte Xavi Forés (3C-Racing Team, Ducati 1199 Panigale R) als Zweiter die Ziellinie. »Ich habe mehr erwartet. Der Start war wie schon am Lausitzring einfach schlecht. Dann musste ich viel Risiko eingehen, um wieder nach vorne zu kommen«, sagte Forés. Auf den dritten Rang fuhr Max Neukirchner (Team Yamaha MGM, Yamaha YZF-R1M). Teamkollege Damian Cudlin kam schließlich nur auf Rang fünf, hinter Ducati-Pilot Lorenzo Lanzi (3C-Racing Team) und vor BMW-Pilot Matej Smrz (Wilbers-BMW-Racing Team).Im zweiten Rennen ging es turbulent zu. Nach der Warm-up-Lap holte das Team Yamaha MGM seine Piloten zurück in die Box: Elektronische Probleme wegen eines defekten Sensors. Die Doppel-Pole war damit dahin – Cudlin und Neukirchner starteten mit Verzögerung aus der Boxengasse, als die anderen schon über alle Berge waren. Nur wenig später musste Cudlin erneut in die Box und konnte das Rennen nicht mehr aufnehmen. Neukirchner versuchte es, flog aber kurze Zeit später von der Strecke. Die Führung vom Start weg übernahm Markus Reiterberger vor Xavi Forés und Lorenzo Lanzi. Reiterberger konnte schnell einen beachtlichen Vorsprung zwischen sich und seine Verfolger bringen, während die beiden Ducati-Piloten sich dahinter einen heißen Tanz mit ständigen Überholmanövern lieferten. In der sechsten Runde fiel Forés auf Platz 15 zurück, nachdem ihm das Motorrad abgestorben war. Forés drückte, wie er später sagte, alle Knöpfe, die ihm zur Verfügung standen und brachte die Maschine wieder in Gang. Er raffte sich auf und kämpfte sich vor auf Platz drei. Vorne machte sich Reiterberger aus dem Staub und fuhr mit gut 26,5 Sekunden Vorsprung ins Ziel. Zweiter wurde Lorenzo Lanzi, der zum ersten Mal auf dem Circuit Zolder unterwegs war, vor Teamkollege Xavi Forés.

  Gines (links) holt sich zwei Mal volle Punktzahl, Lucy Glöckner fällt mit Bremsproblemen zurück.

Superstock 1000: Doppelsieg für Gines, Pech für Glöckner

BMW-Fahrerin Lucy Glöckner vom Wilbers-BMW-Racing Team nutzte im ersten Rennen die Pole-Position und setzte sich direkt an die Spitze des Superstock-1000-Feldes. Hinter ihr reihten sich die beiden Yamaha-Piloten Mathieu Gines (Langenscheidt Racing by Fast Bike Service) und Lukas Trautmann (Freudenberg Racing Team) ein. Doch schon nach wenigen Runden musste sich Glöckner geschlagen geben: Probleme mit den Bremsen führten dazu, dass sie in einer Schikane gerade aus fuhr und direkt in die Boxengasse steuerte. Dadurch fiel sie auf einen Schlag ans Ende des Feldes zurück und kämpfte sich schließlich mit Mühe auf den dreizehnten Platz vor. Der Vorteil ging an Gines, der sich klar gegen seine Konkurrenz durchsetzte und als Erster ins Ziel fuhr. Auf dem zweiten Platz landete Lukas Trautmann mit einer fast übermenschlichen Leistung. Der 19-jährige Österreicher hatte sich auf dem Lausitzring an Hand und Wadenbein verletzt und startete in Zolder mit großem Handicap. »Die letzten fünf Runden habe ich nur noch gebetet«, sagte Trautmann, der auf dem schwierigen Kurs sämtliche Kräfte mobilisierte. Mit dem dritten Platz stand Kawasaki-Pilot Roman Stamm (Kawasaki Schnock Team Motorex) wie schon am Lausitzring erneut auf dem Podium.Auch im zweiten Rennen konnte sich Gines an die Spitze seines Feldes setzen. Mehr noch: Er hielt sich sogar einige Runden an dritter Stelle des Gesamtfeldes. Lucy Glöckner hatte erneut mit Bremsenproblemen zu kämpfen. »Ich habe fast ins Leere gegriffen«, schilderte sie nach dem Rennen. »Ich bin wirklich enttäuscht, denn ich habe mich sehr wohl und fit gefühlt.« Auf Platz zwei kam BMW-Pilot Dominik Vincon (BMW Stilgenbauer), Roman Stamm fuhr erneut auf Platz drei.

  Supersport-600-Podium am Samstag: Bühn, Lange, Lausletho.

Supersport 600

Christian Stange (HPC-Power Suzuki Racing) hatte sich für das zweite Rennen am Sonntag viel vorgenommen. Schon im ersten Durchgang am Samstag fuhr der 16-Jährige auf den zweiten Rang, kam in den letzten Runden aber immer näher an den späteren Sieger Jan Bühn (Team Räth-Romero-Yamaha) heran. Im zweiten Rennen kam Stange, der von der Pole-Position startete, als Führender aus der ersten Runde zurück, hinter ihm Tatu Lauslehto und Jan Bühn. Der Circuit Zolder ist durch die vielen Schikanen eine wahre Bremserstrecke – ein Vorteil für Tatu Lauslehto (Team Suzuki Stoneline-Mayer), der durch seinen späten Bremspunkt stetig Boden gutmachte und in der fünften Runde an Stange vorbeizog. Auf das Trio an der Spitze folgte das Kawasaki-Duo Jasha Huber und Christian von Gunten (beide Kawasaki Schnock Team Motorex). Lauslehto konnte seinen Sieg sicher nach Hause fahren. Jan Bühn hatte mit Fahrwerksproblemen zu kämpfen und war einigermaßen froh, den dritten Platz sicher heimgebracht zu haben.

  Karthin (l.) setzt sich in beiden Rennen gegen Reichmann durch.

Super Naked: Double für Kjel Karthin

In der Klasse SuperNaked konnte sich Kjel Karthin (Team KARTHIN MSB Suzuki) erneut gegen Udo Reichmann durchsetzen und seine Meisterschaftsführung weiter ausbauen. Weitere Informationen

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