Suzuki-Studien Recursion und Extrigger

Suzuki-Studien in Tokio

Während einige Hersteller auf der EICMA mit einer Vielzahl neuer Modelle auftrumpften, hielt sich Suzuki auffallend zurück. Auf der Tokyo Motor Show wollen die Japaner nun mit zwei Studien ihre Innovationskraft unter Beweis stellen.

Die Tokyo Motor Show (22.11. – 1.12.2013) ist das Heimspiel für die japanischen Hersteller. Traditionsgemäß halten die Japaner daher stets einige Neuheiten für diese Messe zurück. So auch Suzuki. Nachdem auf der Eicma in Mailand außer der neuen DL 1000 V-Strom keine Novitäten zu bestaunen waren, will der Hersteller in Tokio nun seine Vorstellungen vom Motorrad der Zukunft mit zwei Konzeptstudien öffentlich machen.

So grundverschieden die beiden Entwürfe konzeptionell sind, es eint sie das Moment der ressourcenschonenden Mobilität.

  Suzuki-Studie »Recursion« mit aufgeladenem 600er Reihentwin.
Die »Recursion« zeigt sich als Mittelklasse-Motorrad mit einem 600er Reihenzweizylinder. Soweit nichts Besonderes. Doch der im Zweiradbereich längst totgeglaubte Turbolader könnte mit dieser Maschine seine Wiederauferstehung feiern. Nicht als Booster für radikale Spitzenleistung, sondern vielmehr, um die Fahrleistungen aus einem vergleichsweise kleinen Aggregat mit moderatem Verbrauch auf das Niveau größerer Maschinen zu heben. Die Autobauer machen es mit dem Downsizing der Pkw-Motoren seit Jahren vor. Der Begriff »Recursion« soll die – derzeit herstellerübergreifend sehr angesagte – Rückbesinnung auf die Urtugenden des Motorradfahrens versinnbildlichen. Schlank, kompakt, mit spielerischem Handling und ordentlich Schub könnten die Serienableger der Studie einst auf den Straßen unterwegs sein.

  Suzuki-Studie »Extrigger«: Funbike mit Elektroantrieb.
Der Sorge um den motorradfahrenden Nachwuchs ist die Konzeptstudie »Extrigger« geschuldet. Das Akronym setzt sich zusammen aus Electric (E), Cross (X), over und Trigger (engl.: Auslöser) und soll das Ansinnen versinnbildlichen, Menschen für die Freude am Motorradfahren zu begeistern, die bislang keinen Bezug zu dieser Art der Fortbewegung entwickeln konnten. Als reines Spaßbike konzipiert, bringt die Extrigger durchaus ernsthafte Komponenten aus dem Repertoire aktuellen Motorradbaus mit. Dazu gehören ein Aluminium-Rahmen, eine Upside-down-Gabel und Scheibenbremsen an Vorder- und Hinterrad – und natürlich ein kräftiger elektrischer Antrieb.Lassen wir uns überraschen, inwieweit die Ideen ihren Weg in die Serie finden werden.

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