Foto: Tonenburg

Durchwachsenes Jahr

Tonenburg im Lockdown

Die Tonenburg ist einer der größten Treffpunkte für Motorradfahrer aus ganz Deutschland. Die Mischung aus idyllischer Umgebung gepaart mit bunten Rahmenprogramm zieht Besucher aus allen Himmelsrichtungen an – wenn sie denn kommen dürfen. Wir blicken zurück auf einen von Corona gezeichneten Sommer in Höxter. 

„Beim ersten Lockdown, Mitte März, war uns noch nicht klar, wie lange und in welchem Ausmaß Corona die Tonenburg in kommenden Monaten beeinflussen wird“, berichtet Gesine Kramer. Die Geschäftsführerin der Tonenburg schaut auf ein durchwachsene Jahr zurück, dessen Auswirkungen bis heute anhalten. „Handlungsunfähig, wie die meisten von uns allen, haben wir in den ersten Wochen alle Veranstaltungen, Konzerte, Partys und Übernachtungen storniert. Ostern ist immer Saisonstart, die Planungen liefen bereits...   Statt den Hof voll mit hunderten Bikes und Currywurst zum Saisonauftakt gab es nichts als Leere.“ 

Anfangs hielten sich alle an das verordnete „Stay Home“, auf der Tonenburg wurde es ganz ruhig. Als ab dem ersten Mai der Betrieb wieder anlaufen durfte, präsentierten Gesine und Peter Mackenroth ein komplett ausgearbeitetes Konzept, um unter Auflagen weiterzumachen. „Die 50-Meter-Regelung für den Verzehr von Speisen konnten wir einhalten, da unser Garten groß genug ist. Und ab Himmelfahrt waren auch wieder Übernachtungen erlaubt.“ Zeit zum Durchatmen blieb dabei kaum, denn die Behörden änderten gefühlt im Stundentakt die Auflagen – mit Auswirkungen auf den Betrieb. „Wir danken da vor allem unseren Gästen, die ausnahmslos auch bei den bis Himmelfahrt stornierten Buchungen sehr kulant waren“, erinnert sich Gesine. Der Sommer lief gut, da viele Urlauber die Freizeit im eigenen Land verbringen wollten. Den Außenbereich wertete ab August ein großes Zelt auf. Zusammen mit Feuerschalen und Live-Musik am Samstagabend kehrte wieder mehr Normalität auf die Burg zurück. „Sehr zur Freude der Künstler. Der umgehende Hut war noch nie so voll wie im Coronajahr, auch Trinkgeld wurde viel mehr gegeben als sonst“.  

Den Herbst meisterte das Team mit Heizpilzen, für den Winter war eine Anpassung des Konzepts auf mehr Außengastro geplant. Aber statt mehr Live-Musik startete Anfang November der „Lockdown light“, der die Tonenburg mit voller Härte traf. Nur noch geschäftliche Übernachtungen sind erlaubt, aber die halten sich stark in Grenzen. Trotzdem blicken Gesine und Pete zuversichtlich in die Zukunft: „Für das Frühjahr sind wir vorbereitet, denn 2020 hat uns vieles  gelehrt: Vor allem Flexibilität, Mut und eine konsequente Durchsetzung von bestehenden Regeln sind wichtig. Die Buchungen für Biker-Wochenenden 2021 laufen bereits auf Hochtouren. Wir sind bereit“, erklärt Gesine zuversichtlich. 

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