MV Agusta Stradale 800 und Turismo Veloce

Touring-Bikes von MV Agusta

Die sportliche Edelmarke MV Agusta bereichert den Markt mit den tourentauglichen Maschinen Stradale 800 sowie Turismo Veloce – beide angetrieben vom 800er Drilling.

Der Reihendreizylinder mit seiner kompakten Bauform und einem Output von gut 100 PS erschien den Entwicklern bei MV Agusta offenbar als ideale Plattform, um die Marke im Touringsegment zu etablieren. Das moderne Motormanagement macht es leicht, die Charakteristik des Aggregats an neue Einsatzbereiche anzupassen. So unterscheidet sich die Art der Leistungsentfaltung bei den tourentauglichen Modellen nicht nur von ihren sportlichen Schwestern, sondern auch die neue Stradale und die bereits bekannte Turismo Veloce verfügen jeweils über einen individuellen Charakter.

  In der Ausführung »Lusso« (l. und r.) wird die Turismo Veloce mit semiaktivem Fahrwerk ausgeliefert.
So leistet der Drilling bei der Turismo Veloce »nur« 110 PS, während sein Drehmoment im unteren und mittleren Bereich rund 15 Prozent über den Werten der von Brutale und Rivale, wie die beiden anderen Mitglieder der vierköpfigen 800er Familie heißen, liegt. Wählt der Pilot die Modi »Touring« oder »Rain« reduziert sich die Leistung weiter auf 90 PS. Ein frei programmierbarer Kanal steht für die individuelle Motorabstimmung zur Verfügung. In kritischen Beschleunigungssituationen greift die achtfach einstellbare Traktionskontrolle ein, beim Bremsen hilft ein ABS.Während schon die Standardausführung mit hochwertigen Komponenten ausgestattet ist, setzt die Variante »Lusso« mit semiaktivem Fahrwerk, Navigationssystem und serienmäßigem Gepäcksystem Premiumausstattung ab Werk. Eine eigens programmierbare App vernetzt Fahrer und Passagier mit dem Bordsystem.

  Mega-Supermoto mit Touringeigenschaften: MV Agusta Stradale 800.
Auf 115 Pferdestärken beläuft sich der maximale Output bei der Stradale. Um das Leistungsmaximum zu erreichen, muss der 798 Kubikzentimeter große Motor bis auf stattliche 11.000 Touren hochgejubelt werden. Fahrer, die sich vom sportlichen Charakter der Stradale angesprochen fühlen, dürfte dieser Vorgang jedoch viel Freude bereiten. Vom Konzept her positioniert sich die Maschine am ehesten unter den »Mega Motos« vom Schlage eine Ducati Hyperstrada. Neben satter Leistung bringt die Stradale eine aufrechte nach vorne orientierte Sitzposition hinter breitem Lenker mit, um in diesem Segment mitzumischen. Vier Mappings sind bei der Stradale ebenso serienmäßig wie die mittlerweile obligatorischen Assistenzsysteme ASR und ABS.Der durch eine verlängerte Schwinge bedingte um 30 Millimeter größere Radstand soll der Stradale zu einem ruhigen Geradeauslauf verhelfen. Trotz der mit 150 Millimetern recht langen Federwege sitzt der Fahrer nur moderate 870 Millimeter über Grund und ist damit recht gut in die Maschine integriert. Für Windschutz sorgt eine große, werkzeuglos einstellbare Plexiglasscheibe. In Verbindung mit einem gegenüber den Sportmodellen reduzierten Verbrauch sollte der auf 16 Liter gewachsene Tank für brauchbare Reichweiten sorgen.Zumindest das nötigste Gepäck lässt sich in den serienmäßig mit ausgelieferten Koffern sowie auf der mit Haltegriffen ausgestatteten Gepäckbrücke verstauen.

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