Motorrad: Wildunfall vermeiden

Vorsicht Wildwechsel!

Frühe Dämmerung, Nebel und dann noch allerhand liebestolles Wild unterwegs: Der Herbst ist die Jahreszeit der Wildunfälle. Während solche Zusammenstöße für Autofahrer oft glimpflich ausgehen, sind sie für Motorradfahrer ein tödliches Risiko. Tipps zu Vermeidung und richtigem Verhalten.

Vorausschauende Fahrweise

Dass Motorradfahrer in waldreichen Gebieten umsichtig agieren, versteht sich nicht nur im Herbst eigentlich von selbst. Stehen dann noch Warnschilder mit Hinweis auf Wildwechsel am Straßenrand, ist höchste Vorsicht geboten. Der Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug sollte vergrößert werden, um einen besseren Blick zu haben sowie bei Bremsungen des Vordermannes mehr Reaktionszeit zu haben. Zudem sollten die Fahrbahnränder stets besonders sorgfältig im Blick sein. Besondere Gefahrenstellen sind Chausseebäume, deren Fallobst Wildtiere gerne als Futter zu sich nehmen.

Taucht ein Tier auf, nicht unnötig hart bremsen. Tagsüber langsam heranfahren und hupen, bei Dunkelheit abblenden, um das Tier nicht zu blenden und ihm die Flucht zu ermöglichen.

Wild auf der Fahrbahn

Bei Geschwindigkeiten bis zu 70 Stundenkilometer sollte der Fahrer lediglich bremsen, da das Motorrad zum Verzögern weniger Straßenraum beansprucht als für ein Ausweichmanöver. Bei höheren Geschwindigkeiten ist ein kombiniertes Brems-Ausweich-Manöver das Mittel der Wahl. Das heißt, nachdem die Geschwindigkeit reduziert wurde, versucht der Fahrer, das Hindernis zu umfahren.

Zu beachten ist jedoch, dass ein kombiniertes Manöver viel Routine verlangt. Weniger geübte Fahrer, zumal auf einem Motorrad mit ABS, sind mit einer Vollbremsung besser beraten, selbst wenn sich ein Aufprall mit einer gewissen Restgeschwindigkeit nicht vermeiden lässt.

Verhalten nach Wildunfall

Kommt es trotz aller Vorsicht zu einem Wildunfall, muss die Unfallstelle abgesichert werden. Falls dies ohne Eigengefährdung getötetes Wild möglich ist, Wild von der Fahrbahn entfernen. Unbedingt Handschuhe tragen, um Infektionen zu vermeiden. Polizei oder Forstamt müssen unbedingt verständigt werden, selbst wenn das Wild noch flüchten kann. Getötetes Wild darf nicht mitgenommen werden, da es Eigentum des Jagdberechtigten ist.

Schäden am Motorrad werden meist von der Kaskoversicherung übernommen. Auch hierfür ist eine Bestätigung des Försters oder Jägers notwendig.

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