WM-Aus für Kiefer Racing?

Der deutsche Motorradrennstall wurde vom Selektionskomitee der DORNA für einen Startplatz in der Moto2 Weltmeisterschaft 2020 nicht berücksichtigt.

Die Organisatoren der Moto2-Weltmeisterschaft haben beschlossen, das Starterfeld in dieser Klasse von 32 auf 28 Fahrer zu reduzieren. Zu den Opfern der Reduktion zählt das renommierte Kiefer Racing Team. Nach 16 Jahren Rennsport auf höchstem Niveau soll es aus der Weltmeisterschaft verschwinden. Nach dem Schicksalsschlag 2017, als Teamgründer und -Mitbesitzer Stefan Kiefer am 27. Oktober plötzlich verstarb, hat sein Bruder Jochen die Geschicke des Unternehmens allein übernommen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten ist es Jochen Kiefer zusammen mit seiner Frau Christina inzwischen gelungen, den Fortbestand des Teams auf eine solide Basis zu bringen. Die Voraussetzungen für einen besseren Auftritt 2020 wurden längst geschaffen. Die grössten Erfolge feierte das Rennteam 2011 und 2015, als Stefan Bradl und Danny Kent jeweils die Fahrerweltmeisterschaft in der Moto2 bzw. Moto3 gewannen. Teamchef Jochen Kiefer zeigt sich fassungslos: »Für uns ist es absolut unverständlich, dass wir gehen müssen. Auf der anderen Seite war es schon lange offensichtlich, dass der DORNA und IRTA die Ein-Fahrer-Teams ein Dorn im Auge sind. Daher haben wir uns auch um einen zweiten Startplatz bemüht. Wir haben in dieser Hinsicht mehrmals angefragt und haben auch gute und vielversprechende Optionen vorlegen können. Vor allem aus deutscher Sicht wären diese sehr interessant. Wir sind auch soweit, die Finanzierung eines Zweifahrer-Teams belegen zu können. Doch das hat alles nicht gezählt. Wir sind bis dato ein Ein-Fahrer-Team und diese sollen ausgemustert werden. Es ist trotzdem nicht nachvollziehbar, dass ein Team ohne Schulden in der Weltmeisterschaft rausgeschmissen wird.«

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