Yamaha MT-07 DT | Flat Track Racer

Neuer Flat-Track-Racer

Yamaha MT-07 DT

Vier Jahre nach einem vielbeachteten Konzeptbike hat Yamaha mit der MT-07 DT nun eine konkurrenzfähige Rennmaschine für die AFT, die amerikanische Flat-Track-Meisterschaft, auf die Räder gestellt.

Nach jahrelanger Dominanz von Harley-Davidson und der damit einhergehenden Monotonie in der amerikanischen Flat-Track-Meisterschaft kam mit dem Einstieg von Indian im Jahr 2016 mächtig Bewegung in die Szene. Mit ihrer FTR750 schnappten die Newcomer Harley auch gleich den Titel weg und verteidigen ihn seither erfolgreich.

Nun schickt sich mit Yamaha eine weitere große Marke an, in der AFT mitzumischen. Und die Japaner können durchaus auf eine eigene erfolgreiche Tradition in diesem in den USA äußerst populären Sport zurückblicken. In den 1970er Jahren ging im Sattel des Reihentwins XS750 der legendäre Kenny Roberts für die Japaner an den Start. Weniger erfolgreich lief in den frühen 1980er Jahren das XV750-Projekt mit Mike Kidd und Jimmy Filice.

2015 wagte Yamaha mit einem von Jeff Palhegyi entworfenen Flat-Track-Konzeptbike die Wiederannäherung an die Szene. Der Motor der erfolgreichen MT-07 schien mit seiner durchzugsstarken Charakteristik wie geschaffen für einen Flachbahn-Renner. Palhegyi steckte ihn in einen Gitterohrrahmen und schuf ein schwarz-gelbes Design mit Speed-Block-Elementen, das ganz klar an die Roberts-Ära anknüpfte.

Vier weitere Jahre gingen ins Land, bis Yamaha mit der MT-07 DT in der Saison 2019 nun wieder ernsthaft angreift. Maßgeblich geht die Initiative zur Realisierung der Rennmaschine MT-07 DT auf Keith McCarty, den Renndirektor von Yamaha USA zurück. Einen begeisterten Mitstreiter fand McCarty, der es in jungen Jahren als Motocrosser zu Ruhm brachte, in Motorradproduktlinienmanager Derek Brooks – ebenfalls ein ehemaliger Rennfahrer und Flat-Track-Enthusiast.

Zwei Läufe zur AFT 2019 hat die Yamaha MT-07 DT bereits absolviert. Hoffnungsträger ist Jake Johnson. Während er beim Auftaktrennen in Daytona einen dritten Platz herausfuhr, reichte es beim zweiten Rennen in Atlanta nur für Rang 16. Im Gesamtklassement liegt er derzeit auf der neunten Position. Es sind aber noch 18 Läufe zu absolvieren, so dass Johnson noch alle Möglichkeiten hat, Yamaha wieder zur Flat-Track-Ruhm zu verhelfen.

Während in den USA die Szene bereits fiebert, ob es eine straßenzugelassene Version der MT-07 DT geben wird, hüllen sich die Verantwortlichen der Yamaha Motor Corporation in Schweigen. Wie es funktioniert, den Spirit des Flat-Track-Sports von der Bahn auf die Straße zu bringen, hat Indian mit der FTR 1200 vorgemacht.

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