Mit dem Start der i-Kfz-App vollzieht das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) einen weiteren Schritt hin zu einer vollständig digitalen Fahrzeugverwaltung – von der Zulassung bis zur Kontrolle im Straßenverkehr. Die App wurde im Auftrag des Verkehrsministeriums vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) und der Bundesdruckerei GmbH entwickelt. Nutzerinnen und Nutzer können ihren Fahrzeugschein nach der Authentifizierung in der App hinterlegen und bei Bedarf auf dem Smartphone vorzeigen. Der digitale Nachweis erfüllt laut KBA die gesetzlichen Anforderungen an die Mitführungspflicht.
Zusatzfunktionen rund ums Kfz
Neben der Anzeige des Dokuments bietet die Anwendung zusätzliche Funktionen. So lassen sich Fahrzeugdaten sicher – das behauptet zumindest das KBA – an Dritte wie etwa Werkstätten oder Prüforganisationen übermitteln. Außerdem bekommen Halter automatisch Hinweise auf fällige Hauptuntersuchungen und können mehrere Fahrzeuge gleichzeitig verwalten. Die Datenübertragung und Speicherung erfolgt verschlüsselt auf deutschen Servern.
Gedruckter Fahrzeugschein weiterhin Standard
Vorerst kann der digitale Fahrzeugschein nur in Deutschland verwendet werden. International muss weiterhin das Papierdokument mitgeführt werden. Aktuell ist auch nicht vorgesehen, den Fahrzeugschein in Papierform abzuschaffen, dementsprechend ist eine Pflicht zur Nutzung der i-Kfz-App in weiter Ferne.
Voraussetzungen für die Nutzung der i-Kfz-App
Die i-Kfz-App ist für iOS- und Android-Smartphones kostenlos in den entsprechenden App-Stores erhältlich. Zur Nutzung der Anwendung ist eine Identifizierung mit der eID-Funktion des Personalausweises mit PIN erforderlich. Um einen digitalen Fahrzeugschein in der i-Kfz-App hinzuzufügen, steht auf der Startseite der App eine entsprechende Funktion zur Verfügung. Wird diese angewählt, wird der Benutzer durch den Prozess geführt.
Auch digitaler Führerschein kommt
Die i-Kfz-App ist Teil der sogenannten Modernisierungsagenda der Bundesregierung. Ziel ist es, Verwaltungsvorgänge im Fahrzeugbereich stärker zu digitalisieren. In einem weiteren Schritt plant das BMDV, auch den Führerschein zu digitalisieren. Dieser soll bis Ende 2026 in derselben App verfügbar sein, sodass künftig beide Dokumente in einer Anwendung zusammengeführt werden können.
Zur Agenda gehört auch der Aufbau eines zentralen Zulassungsportals beim Kraftfahrt-Bundesamt. Dieses soll die bisher rund 400 kommunalen Zulassungsstellen schrittweise bündeln und jährlich rund 20 Millionen Vorgänge digital abwickeln.
Artikelbild unter Verwendung einer Grafik © Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV)





