Die gesamte Motorradbranche hat 2025 ein herausforderndes Jahr erlebt: Die Neuzulassungen gingen gegenüber dem Vorjahr um gut ein Viertel zurück, und auch beim Kauf von technischem Zubehör und Fahrerausstattung übten sich die Biker zuletzt in Zurückhaltung. Nun hat die schwelende Krise ein prominentes Opfer gefunden: Polo.
Der Jüchener Motorradzubehörhändler hat beim Amtsgericht Mönchengladbach ein Eigenverwaltungsverfahren beantragt. Mit diesem Schritt soll eine Sanierung unter insolvenzrechtlichem Schutz ermöglicht werden. Nach Angaben des Unternehmens laufen sowohl der operative Betrieb am Standort Jüchen als auch die Geschäftstätigkeit in sämtlichen Filialen regulär weiter. Die Löhne der rund 700 Beschäftigten in Deutschland sind über das Insolvenzgeld allerdings nur noch bis Januar 2026 gesichert.
Als Auslöser nennt Polo die angespannte gesamtwirtschaftliche Lage. Trotz eines bislang guten Umsatzverlaufs belaste die branchenweite Kaufzurückhaltung die Liquidität. Die Standorte in Österreich und der Schweiz sind zunächst nicht von der Insolvenz betroffen.





