Nach einigen respektablen aber letztlich unbefriedigenden Resultaten bei den letzten Austragungen der Rally Dakar zog Yamaha Motor die Konsequenz und erklärte diesen Februar nach 44 Jahren den Rückzug aus dem Rallye-Spitzensport. Der Fokus solle künftig stärker auf Veranstaltungen mit seriennahen Motorrädern liegen.
Erstes Projekt unter der neuen Zielsetzung ist die Teilnahme des Yamaha Ténéré World Raid Teams am Africa Eco Race. Ursprünglich für Mitte März geplant, findet die diesjährige Austragung des AER wegen coronabedingter Grenzschließungen nun vom 15. bis 30. Oktober statt.
Start ist in Monaco, nach dem gemeinsamen Übersetzen nach Marokko und ersten Etappen in dem nordafrikanischen Königreich führt die Route über Mauretanien in den Senegal, wo am 30. Oktober mit Dakar das Ziel erreicht wird.
Das Africa Eco Race sieht sich in der Tradition der Ur-Dakar. Wichtiger Bestandteil des Konzepts ist die Unterstützung der Regionen entlang des Tracks, etwa durch medizinische Hilfsprojekte oder Naturschutzmaßnahmen.
Yamaha schickt das Ténéré World Raid-Team unter der Leitung von Teammanager Manuel Lucchese an den Start. Als Fahrer wurden der italienische Enduro-Crack Alessandro Botturi gewonnen, der die letzten beiden Ausgaben des Rennens für sich entschied, sowie der Spanier Pol Tarres. Tarres hat einen starken Trial-Hintergrund, der ihm eine außergewöhnliche Fahrzeugbeherrschung erlaubt. In seinem »Seeker Movie« zeigt Pol, welche fahrtechnischen Eskapaden mit einer Ténéré möglich sind.
Seeker Movie (Quelle: Pol Tarres)
Botturi und Tarres starten beim 14. Africa Eco Race auf einer Rennversion der kürzlich vorgestellten Ténéré 700 World Raid. Die Maschinen wurden mit GYTR-Teilen auf den Einsatz vorbereitet. Unter anderem finden Hecktanks sowie Federelemente von Kayaba Verwendung.
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