Ähnlich einem Opossum, das sich bei Gefahr tot stellt, liegt die Lahn glasglatt auf ihren letzten Metern im Tal. Es scheint, als wolle der Fluss niemals seine Eigenständigkeit aufgeben und abfließen. Dabei hat sie sich bis zum finalen Lebensabschnitt gut gehalten, zeigt knackige Kurven, ist schlank in Form und verführt in ihrem Bett. Tief gräbt sie sich ins waldbehangene Schiefergebirge und lässt rechts und links wenig Platz für grüne Auen. Die Straße markiert Größe, folgt den Schlingerbewegungen des Wasserlaufs. Perfektes Warmlaufen, geschmeidiges Zupfen am Lenker, flüssige Schräglagen. Wer es kann, fährt ohne Bremsstaub entlang der Insel Silberau bis nach Bad Ems.
Den gesamten Artikel lesen Sie im »Motorradfahrer« Ausgabe 03/2020.