2024 kündigte der indische Motorradhersteller Royal Enfield die Gründung der Marke Flying Flea an. Benannt nach einem legendären RE-Modell aus den 1940er-Jahren soll die Brand ausschließlich elektrisch angetriebene Maschinen bauen. Auf der diesjährigen EICMA haben die Inder nun das erste Modell präsentiert: Die FF.S6.
Leistungsmäßig aufs A1-Segment zugeschnitten, präsentiert sich die Maschine als Scrambler, der eine gewisse Geländekompetenz mit Agilität onroad und in der City verbinden soll. Ob die FF.S6 tatsächlich leicht wie ein Floh ist, wissen wir noch nicht. Bekannt ist hingegen, dass die Maschine einen vollelektrischen Antriebsstrang mit Elektromotor und Kette besitzt. Die Leistung wird maximal 15 PS betragen, so dass die Maschine mit dem A1-Führerschein ab 16 Jahren gefahren werden kann. Der Akku ist fest eingebaut und hat ein zur besseren Kühlung verripptes mittragendes Gehäuse aus Magnesium. Zu Kapazität und Ladedauer hat der Hersteller noch keine Angaben gemacht.
Dem Scrambler-Konzept entsprechend ist das Chassis mit einer relativ langhubigen USD-Gabel und einer für leichte Geländeeinsätze ausgelegten Radpaarung (19 Zoll vorn, 18 Zoll hinten) ausgestattet.
Die FF.S6 nutzt ein Betriebssystem auf Basis eines Snapdragon-Chipsatzes, der 4G-, WLAN- und Bluetooth-Konnektivität bietet. Navigationsfunktionen, Offroad-Modus, Traktionskontrolle sowie abschaltbares Schräglagen-ABS gehören zur Serienausstattung. Die FF.S6 ist mit einer übers Smartphone nutzbaren Sprachassistenz ausgestattet, die die Steuerung von Navigation, Musik und weiteren Funktionen während der Fahrt erlaubt.
Eine in Kooperation des in Großbritannien ansässigen Entwicklungszentrums mit der RE-Zentrale in Indien entwickelte Fahrzeugsteuereinheit bietet mehrere Fahrmodi und regelt Leistung sowie Energiemanagement. App oder Smartwatch ermöglichen schlüssellosen Zugang, Fahrzeugdiagnose und OTA-Updates.
Die FF.S6 wird Ende 2026 auf den Markt kommen, weitere batterieelektrische Motorräder von Flying Flea befinden sich in der Entwicklung.
