Gemeinsamer Wasserstoffmotor von Kawasaki und Yamaha

Auch Automobilhersteller beteiligt

Gemeinsamer Wasserstoffmotor von Kawasaki und Yamaha

Kawasaki Heavy Industries und Yamaha Motor wollen gemeinsam an der Entwicklung wasserstoffbetriebener Verbrennungsmotoren für Zweiräder arbeiten. Das Projekt ist unter dem Dach einer mächtigen Allianz japanischer Automotive-Konzerne angesiedelt.

Der Wasserstoffmotor könnte zu einem wichtigen Baustein bei der Dekarbonisierung des Verkehrssektors sein. Diese Meinung teilen einige der führenden japanischen Automobil- und Motorradhersteller. Die Unternehmen Kawasaki Heavy Industries (KHI), Subaru, Toyota, Mazda und Yamaha Motor haben aus diesem Grund eine enge Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Erprobung wasserstoffbasierter Verbrennungsmotoren vereinbart.

Während Internal Combustion Engines (ICEs), wie Verbrennungsmotoren im Fachjargon heißen, bislang vornehmlich als Antriebe für den Schwerlastverkehr, die Schifffahrt aber auch für Flugzeuge gehandelt wurden, wollen Kawasaki und Yamaha das Konzept nun skalieren und damit die Anwendungsmöglichkeiten für den Zweiradsektor ausloten.

Bei Kawasaki, wo man bereits seit 2010 an wasserstoffbetriebenen Kolbenmotoren und Gasturbinen arbeitet, sieht man den Hauptvorteil der H2-basierten ICEs in der direkten Verbrennung des Energieträgers, wodurch Umwandlungsverluste wie bei der Verstromung des Wasserstoffs in der Brennstoffzelle vermieden werden.

Woher kommt der Wasserstoff?
Aktuell beziehen die Japaner Wasserstoff aus Australien, wo er im großen Maßstab aus Braunkohle hergestellt wird. Ab Ende 2021 soll der Transport des auf –253°C heruntergekühlten und damit verflüssigten Gases mit dem von KHI entwickelten Flüssigwasserstofftanker Suiso Frontier erfolgen. Neben der Entwicklung noch deutlich größerer Spezialschiffe, die die Transportkosten senken sollen, wird auch an der Wasserstoffproduktion in Japan selbst gearbeitet.

Basierend auf den Erfahrungen von Kawasaki soll bei Yamaha ein Prototyp entwickelt werden. Hierzu hat der Motorradbauer seine R&D-Kapazitäten bereits entsprechend aufgestockt.

Um eine klare Trennlinie zwischen Kooperation und Wettbewerb zu ziehen, wollen die Unternehmen einen Rahmen schaffen, der die Bereiche der Zusammenarbeit und der gemeinsamen Forschung klar definiert. Mit Honda und Suzuki haben bereits zwei weitere japanische Motorradhersteller Interesse signalisiert, in die gemeinsame Forschung einzusteigen.

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