Bußgeldkatalog 2021

Bundesrat hat zugestimmt

Neuer Bußgeldkatalog tritt in Kraft

Am 8. Oktober hat der Bundesrat den neuen Bußgeldkatalog beschlossen. Dieser soll im November in Kraft treten und sieht deutlich höhere Strafen für Geschwindigkeitsüberschreitungen vor. Vom Tisch ist die umstrittene »Führerscheinfalle«.

Nach einem langen Hin und Her wird der neue Bußgeldkatalog voraussichtlich im November in Kraft treten. Nachdem ein Formfehler die Novelle der Straßenverkehrsordnung zunächst ausgebremst hatte, soll das Regelwerk nun handwerklich sauber verfasst sein. Jedenfalls hat der Bundesrat in seiner Sitzung am 8. Oktober grünes Licht gegeben.

Deutlich angehoben werden die Bußgelder für Tempoverstöße. Auch Falschparken und Blockieren von Geh- und Radwegen wird deutlich teurer. Wer keine Rettungsgasse bildet, oder diese für das eigene Vorankommen nutzt, wird künftig mit einem Fahrverbot belegt. Gleich geblieben sind im Gegensatz zu der ursprünglich vom Verkehrsministerium ausgearbeiteten Neuregelung die Fahrverbotsgrenzen für Temposünder. Damit ist die umstrittene »Führerscheinfalle« vom Tisch.

Ein Tempoverstoß von bis zu 10 km/h innerhalb geschlossener Ortschaften wird künftig mit 30 statt 15 Euro geahndet. Ab 21 km/h zu viel werden 115 Euro und 1 Punkt fällig. Ab 26 km/h Übertretung sind nicht nur satte 180 Euro fällig, auch der Führerschein ist in Gefahr. Sollte innerhalb von 12 Monaten ein weitere Verstoß in gleicher Höhe oder mehr hinzukommen, ist der Lappen einen Monat weg.

Bußgeldkatalog 2021 | Geschwindigkeitsverstöße

 

innerorts

außerorts

Überschreitung in km/h

Bußgeld [€]

Bußgeld [€]

bis 10

30

20

11 – 15

50

40

16 – 20

70

60

21 – 25

115

100

26 – 30

180

150

31 – 40

260

200

41 – 50

400

320

51 – 60

560

480

61 – 70

700

600

über 70

800

700

Außerorts sieht es ähnlich aus. Auch hier wurden die Bußgelder deutlich angehoben, teilweise verdoppelt. So kostet beispielsweise ein Tempoverstoß zwischen 21 und 25 km/h außerhalb geschlossener Ortschaften statt 70 nun 100 Euro, zusätzlich gibt es einen Punkt. Den Führerschein riskiert, wer 26 km/h über der zulässigen Höchstgeschwindigkeit unterwegs ist. Ganz sicher ist die Pappe ab einer Überschreitung von 41 Stundenkilometern weg.

Groß geschrieben wird künftig die Rücksichtnahme auf Fußgänger. Wer diese beim Abbiegen gefährdet, zahlt jetzt 140 statt 70 Euro, bekommt einen Punkt im Flensburger Fahreignungsregister und geht selber einen Monat zu Fuß.

Weitere Informationen

Bild: TF-Archiv /DDP Auto-Reporter

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