Während der Absatz von Elektromotorrädern im Allgemeinen auf extrem niedrigem Niveau verharrt, meldet das Start-up Stark Future aus Barcelona eine positive Geschäftsentwicklung. Derzeit hat das Unternehmen einen Marktanteil von gut drei Prozent im weltweiten Enduro-Segment. Besonders positiv entwickelte sich das vierte Quartal 2025: Der Absatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 97 Prozent. Als Gründe nennt das Unternehmen höhere Abverkäufe bei bestehenden Händlern sowie die Erschließung neuer Märkte.
Akzeptanz batterieelektrischer Antriebe im Closed-Circuit-Bereich
Der Jahresumsatz belief sich 2025 auf 115 Millionen Euro. Gründer und Vorstandschef Anton Wass führt das Wachstum auf eine hohe Akzeptanz leistungsstarker Elektroantriebe im Offroad-Bereich sowie auf den parallelen Ausbau von Produktion und Lieferkette zurück.
In der Nische extra-stark motorisierter Offroadbikes scheinen sich die Vorteile des batterieelektrischen Antriebs mittlerweile herumgesprochen zu haben: Gigantisches Drehmoment selbst bei niedrigsten Drehzahlen und so gut wie keine Lärmemissionen. Nachteile wie beschränkte Reichweite oder lange Ladezeiten spielen beim Offroadsport kaum eine Rolle. Wer eine Varg EX, das aktuelle Spitzenmodell aus Barcelona, zwei Stunden engagiert durch den Dreck getrieben hat, wird sich über eine längere Pause freuen.
Straßenmodelle in der Entwicklung
Trotz der Wurzeln des aktuellen Erfolgs im Offroad- respektive Closed-Circuit-Bereich – aktuell sind je ein Enduro, MX- und Supermoto-Modell verfügbar – prüft Stark Future den Einstieg in das breitere Straßenmotorrad-Segment. Entsprechende Modelle befinden sich nach Unternehmensangaben bereits in der Entwicklung. Neue Industriepartnerschaften die sollen die Expansion unterstützen.
Um weiteres Wachstum zu ermöglichen, scheint dieser Schritt konsequent, allerdings setzt sich das erfolgsverwöhnte Start-up damit einer deutlich größeren Konkurrenz aus.
